Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter
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Oktober 2020

Schön. Und etwas mehr als das … In 12 Minuten durchgeblättert. Und gelesen. Normalerweise ist das ein Verriss. Hier ist es das Gegenteil. Aber der Reihe nach: Wir haben alle den Lockdown erlebt. Jeder wird in dieser Zeit einmal Wehmut nach der Zeit zuvor und auch Stunden der Ohnmacht erlebt haben. Wie gemacht dafür erscheint das Werk des Cartoon-Zeichners Charlie Mackesy. Es wartet mit Illustrationen auf hochwertigem Papier auf – wie auch knappen Texten voller Güte , Liebe, Weisheit, Hoffnung und Zuversicht. Daneben fällt auf: Hier scheint jeder, der von Mackesy in seiner Danksagung aufgezählten Freunde, etwas der eigenen Lebensweisheiten dazugegeben zu haben. Eine Kostprobe: „Ich kann fliegen, sagt das Pferd, aber ich habe damit aufgehört, weil die anderen neidisch sind“. Es ist einfach ein schönes Mut-mach-Buch und wie gesagt, in 12 Minuten gelesen, durchgeblättert, aber nicht weggelegt. Ich habe es direkt mir nahen Menschen gezeigt. Die deutsche Ausgabe beeindruckt durch eine wunderschön aufwendige Bindung mit breitem

Der deutsche Philosoph und Bestsellerautor argumentiert in einem Interview mit der FR in Sachen Corona & Pandemie politisch – und sieht generell gesellschaftliche Chancen in der Krise. Zu den Chancen der Corona Krise kommt Richard David Precht aber dann erst einmal später. Zuerst einmal ist da dieses Stakkato des „Schneller, Höher, Weiter, Mehr“, welches dem Starphilosophen generell aufstößt. Er begrüßt es daher, wenn das jetzt durch Corona endet, denn „eigentlich geht es auch ohne“. Der deutsche Philosoph mag den Gedanken, dass wenn wir hier und da langsamer rudern oder dass einiges vom jetzigen Stillstand auch längerfristig so bleibt. Als Beispiele führt er an, dass die innerdeutschen Flüge durchaus für immer eingestellt bleiben können. Zudem hätten sich diese schon vor Corona wirtschaftlich nicht gerechnet. Darüber führt er an, dass das freundliche und symbolische Klatschen für Pflegekräfte zwar schön und gut sei, aber darüber dann auch die vielen Pflegerinnen und Pfleger anständig bezahlt werden sollten. David Precht geht

Der Wal und das Ende der Welt John Ironmonger Fischer, 2015, 4. Auflage 4/2020, 477 S.   Leicht. Und trotzdem tief Was wir da haben? Einen leichten und unterhaltsamen Roman zum Wohlfühlen. Das Ganze kommt aus dem Jahr 2015 und was vielleicht derzeit von höherem Interesse ist: Hier werden überraschende Wege der Protagonisten während einer Pandemie aufgezeigt. Dabei ist und bleibt Mittelpunkt des Geschehens der Mensch. Letzteres als „sehr“ humanes Wesen. Übrigens erschien die Originalausgabe mit dem Titel „Not Forgetting the Whale“.   Worum geht es? Zuerst einmal ist da ein Londoner Investmentbanker auf der Flucht vor seinem eigenem Computer-Prognoseprogramm. Den fallenden Börsenkursen geht der zunächst unbemerkte Ausbruch einer Pandemie voraus. Der Börsianer wird zum Held eines Dorfes, mehr von der schönen Geschichte soll aber hier gar nicht vorweggenommen werden. Überraschend mag für den Leser sein, wie schwierig ein autarkes Leben auf begrenztem Territorium in der modernen Welt umzusetzen ist. Und wie schnell Krisen an Anarchie heranreichen können.   Die Botschaft: Es gilt auf die Angst zu