Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter

Juli 2020

Das Corona-Zeitalter. Oder sind wir bereit für den grundlegenden Change? Kann man eine Diskussion über den Fortgang eines neuen Corona-Zeitalters führen, wenn dieses noch nicht einmal so richtig angefangen hat? „Ja“, sagen Michael Mainka und Julian Schott und entdecken dann auch im gemeinsamen Diskurs bezüglich Philosophie und Zukunft durchaus Erstaunliches. Interview vom 30.05.2o20 Kurze Frage zum Warming-up: Sollte man bezüglich Corona eigentlich noch die tägliche Presse verfolgen? Schott: Wenn dieser Virus ein Mensch wäre, dann hätte er das Zeug, genauso berühmt wie die Kardashians zu werden. Oder berühmter. Insofern kann man der Presse diesbezüglich gar nicht entgehen. Mainka: Das Meiste in den Medien erscheint mittlerweile wie ein Déjà-vu. Das wirklich Gruselige an der Sache ist doch, dass sich so viel nicht zu ändern scheint. Also die Wundermedizin bleibt aus. Wie sagt man so schön: „gekommen, um zu bleiben“. Damit meine ich den Virus und glaube sogar, dass das in gewisser Weise stimmt.     … gekommen, um zu bleiben“. Damit meine ich den Virus

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Er polarisiert Frankreich – gerne. Dies auch in Zeiten von Corona. Genauer gesagt tut er dies dann als Autor, Philosoph wie auch Mitglied der berühmten „New French Philosophers". Letztere sind dann allerdings mit Bernard Henri-Levi, Alain Finkielkraut und André Glucksman auch nicht mehr ganz so neu. In einem Interview mit „Israel Hayom“ geht der berühmte Querdenker Pascal Bruckner speziell auf die gegenwärtige politische Situation in Frankreich ein. Dazu kommen dann noch inhaltlich seine eher persönlichen Beobachtungen und Gedanken zur Corona-Pandemie. Das alles kommt nicht ganz von ungefähr, denn immerhin ist die Grande Nation derzeit mit über 25.000 Toten eine der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder.   Beunruhigend: Die Entspannung in der Corona-Katastrophe Für Bruckner sind die Franzosen nicht bereit für das, was kommen wird. Denn, er scheint sich da sicher zu sein, es wird sich die Lage extrem verschlimmern. In Frankreich und weltweit wird man zudem bald schon vor einer immensen wirtschaftlichen Katastrophe stehen, während in

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In diesem Sinne interpretiert die renommierte Literaturkritikerin die von Corona geprägte Gegenwart. Diese ist nach ihrer Auffassung einfach dazu da, neue Gedanken zu denken, Ideen auszuprobieren oder Formulierungen vorzuschlagen. Eh es um die Zukunft oder Gegenwart bezüglich Corona geht, sollte man sich bezüglich zweier Dinge über Nancy Katherine Hayles Vergangenheit im Klaren sein: Sie hat erfolgreich Chemie studiert und darauf Literatur. Aus letzterem entstand dann eine angesehene Karriere als Literaturkritikerin wie auch Professorin. Daneben hat sie so etwas wie eine eigene Philosophie entwickelt, in deren Zentrum das Wortpaar „Human“ und „Posthuman“ steht. Insofern orientiert sich der humane Ansatz an den Aufklärungsvorstellungen des liberalen Humanismus. Ihr Begriff „Posthuman“ geht wiederum davon aus, dass die menschliche Intelligenz von Maschinen koproduziert wird. Hayles betrachtet das Bewusstsein als ein Epiphänomen und ordnet den menschlichen Körper letztlich als eine Art Prothese für den Geist ein. Zudem betont sie, dass es in der posthumanen Sichtweise „keine wesentlichen Unterschiede oder absoluten Abgrenzungen zwischen

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