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September 2020

Von „Intellektuellen“ Was wir da haben? Ein Büchlein von klugen Denkern, die sich im März 2020 über Demokratie, Notstandsgesetze, Grundrechte und auf ein wünschenswertes Ende von Barbarei der vergangenen Jahrhunderte brillant unterhalten. Bis September 2020 hat die Demokratie bisher gut gehalten, das Buch brauchte jetzt eine Fortsetzung des Dialogs. Salopp gesagt geschieht folgendes: Zwei Männer erzählen sich im März 2020 gegenseitig Geschichten und Hintergründe über Grundrechte, die Corona-Epidemie und ihre mutmaßlichen Folgen. Das Virus wird als klassenlos beschrieben und der Monat März als Stunde der Feldherren. „Die Kanzlerin kann jetzt auch nicht zögern“. Daneben wird erwähnt, dass in Deutschland niemand sehen möchte, wie Tote mittels Gabelstaplern oder Militärfahrzeugen abtransportiert werden. Und was noch? Die Autoren spielen mit ihrem Wissen zur Weltgeschichte. Kluge ist Filmemacher und Jurist. Was Schirach und Kluge verbindet Von Schirach ist Strafverteidiger und bekannter Schriftsteller. Alexander Kluge ein intelektueller Tausendsasser. Aus eins plus eins wird auf diese Weise mehr als zwei. Insofern unterhalten sich die

Fehlalarm & Zahlendreher Wenn Sie wenig Zeit haben, dann gibt es ausnahmsweise einmal den Schlussteil sofort zu Beginn: In diesem Sachbuch ist die soziale Einstellung der Autoren gleich Null. Hier werden vor allem Zahlen zurechtgerückt. Dies geschieht in der Absicht, die Europäische Corona-Politik von April 2020 zu verteufeln. Die etwas längere Fassung: Das vorliegende Buch kritisiert die europäische Corona- Politik als völlig überzogen. Mit vielen Daten und Statistiken aus dem Zeitraum März und April 2020 versuchen die Autoren ihre Einstellung wissenschaftlich gegenüber der Politik (des Lockdowns) zu belegen. Aus Autorensicht ist die Coronapolitik im genannten Zeitraum eine einzige große Fehlentscheidung. Sie unterstellen der Regierung, dass sie der Bevölkerung immenses Leid gebracht habe. Es muss unterstrichen werden, dieses Buch versucht, den „unwissenden“ Leser zu verleiten, der Kritik einfach zuzustimmen. Als Mediziner, der sich mit den hier eingeblendeten und fehlinterpretierten Daten auseinandergesetzt hat, bezeichne ich die Inhalte jedoch als reine „Fake News“.   Eindimensional in Sachen Kritik Fehlalarm steht im Titel

Mehr als nur irgendein Online-Tagebuch Die bekannte chinesische Schriftstellerin und Regimekritikerin Fang Fang beginnt ihr Online-Tagebuch am 25. Januar 2020. Dies ist genau zwei Tage nach der kompletten Abriegelung der chinesischen 9-Millionen Metropole Wuhan. Wer meint, dass nun Langeweile auf den über 300 Seiten ausbricht, irrt sich gewaltig.   Eingeschlossen in ihrer Wohnung berichtet die mit vielen Informanten gut vernetzte Autorin über den Verlauf der Pandemie in ihrer Stadt. Details wie das trotz schon grassierender Virusepidemie stattfindende Neujahrsessen mit 20000 Teilnehmern in einem Wuhaner Stadtteil lassen den Leser tief an den Ursachen der raschen Virusausbreitung teilnehmen. Für den westlichen Leser gibt das Buch aber auch Eindrücke in eine Regierungsmaschinerie, die unerwünschte Meinungen wenig duldet. Auch die Wut der Bevölkerung verbunden mit einem typischen Galgenhumor der Wuhaner über die anfängliche Untätigkeit und Vertuschungsmanöver der Behörden werden plastisch dargestellt.   Wuhan Diary – aus Ohnmacht wird ein Werk Auch wird uns im Westen vor Augen geführt, dass in Wuhan sehr wohl