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Oktober 2020

Yuval Noah Harari ist aktuell der weltweit berühmteste Historiker. Allerdings hat es gedauert, bis er sich zur Pandemie äußert. Möglicherweise liegt es an der Arbeits- und Denkweise, welche Historiker nun einmal haben. Wie auch immer, in einem Interview mit t-online (Oktober 2020) nimmt Harari ausführlich zum weltweiten Thema Nummer Eins Stellung. Es sei vorweggenommen, der Bestsellerautor sieht eine neue Ära aufkommen und noch haben wir die Wahl, ob diese eine positive oder negative wird.   Eine historische Einordnung – von Yuval Noah Harari Nach Yuval Noah Harari ist die aktuelle Pandemie bei weitem nicht so gefährlich wie vergangene Seuchen. „Das Coronavirus ist nicht der Schwarze Tod aus dem Mittelalter und auch nicht die Spanische Grippe von 1918“, denn diese waren seiner Meinung nach medizinisch weitaus desaströser. Demgegenüber stellt Harari die politischen wie auch wirtschaftlichen Aspekte, welche dramatischer erscheinen. Schließlich können die Auswirkungen auf diesen Gebieten sogar zum Kollaps der Weltordnung führen. Auf jeden Fall kommt es zu einer

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    Kriegsberichterstattung über ein Virus Der Titel des Sachbuchs weist darauf hin: Die Corona Pandemie wird langsam aber sicher ein gewichtiger Teil unserer Geschichte. Auch in diesem Sinne haben die früheren Spiegelredakteure Cordt Schnibben und David Schraven mit ihrem 18-köpfigen Rechercheteam Correktive einen Überblick über den Anfang der Pandemie zusammengetragen. Fakten werden in Tagebuchform präsentiert, wobei die weltweit teils sehr unterschiedlichen Verläufe der Pandemie sich offenbaren – zumal die verschiedensten Schauplätze chronologisch exakt dargestellt werden. Auch kommen Zeitzeugen wie der italienische Arzt Atillo Gilmozzi oder der Vorsitzende der kassenärztlichen Vereinigung Walter Plassmann ausgiebig zu Wort. Vor allem aber führt dies alles den Leser beängstigend nah ans Virus-Geschehen heran.   „Was wir auf der Intensivstation machen ist vergleichbar mit einem Kriegseinsatz. Ein Drittel der Patienten stirbt. Ein Drittel hat später körperliche Probleme“, sagt da ein Arzt aus Potsdam im März 2020. Auch wird die deutsche Sicht der Corona-Chronologie mit der chinesischen sowie der italienischen Phase bis März 2020 dargelegt.

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Capra sieht in dem Corona-Virus eine Message von Gaja, also dem Erdsystem selbst. Denn alle wichtigen Parameter des menschlichen Zusammenlebens sind unausgeglichen. Fritjof Capra führt schließlich zur Lösung durch das von Corona versachten Krise soziale und ökologische Maßnahmen auf. Darunter zählen zum Beispiel auch Maßnahmen wie ein Grundeinkommen. Diese Veränderungen können nach seiner Meinung dazu beitragen, die wichtigsten Probleme der Welt zu reduzieren und zeigen damit eine positive Zukunft nach der Krise auf.   Wie wir Corona in der Zukunft interpretieren werden In einem in LA STAMPA veröffentlichten Artikel erläutert Capra, dass wir in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts endlich aus evolutionärer und systemischer Sicht den Ursprung des Coronavirus wie auch dessen Auswirkungen auf die Welt (im Jahr 2020) verstehen werden. Erst dann wird klar sein, dass die Erde uns Menschen etwas hat beibringen wollte. Nach Capra wird uns dann der Planet gelehrt haben, „wie wichtig es ist, unsere Situation unter systemischen Gesichtspunkten zu verstehen“. Er verweist darauf,

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Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat Chinas Maßnahmen rund um Corona in seinem Film „Coronation“ dokumentiert. Dabei hat der inzwischen in Cambridge lebende Weiwei die gesamte Regie seiner immerhin 115-minütigen Dokumentation von Europa aus geführt.   Insgesamt wurden von Ai Weiwei wohl an die 500 Stunden Filmmaterial für den Film über die Pandemie in China ausgewertet. Vielleicht ist aber das Besondere der Umstand, dass das alles anonym und unter Gefahr von chinesischen Bürgern erbracht wurde. Im Detail finden sich hier Drohnenaufnahmen von Wuhan ebenso wie Aufnahmen der Sicherheitskameras von Krankenhäusern oder solche, die Mediziner zeigen, welche an COVID-19 erkrankte Patienten behandeln.   Wuhans leere Straßen und Ai Weiwei politische Absichten Der Film selbst beeindruckt durch Bilder, wie man sie sonst nur aus dystopischen Filmen kennt. Jetzt aber sind die menschenleeren Straßen Wuhans ganz real, wie auch die uniformierte Parteigetreue, welche Krankenpfleger mit geballter Faust auf die kommenden Aufgaben einzustimmt. Die Bilder ziehen vorbei wie ein sureealer Traum: Da wird

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