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2021? Das Wettrennen Mensch gegen Corona hat begonnen!

Wie darf man sich die Sache mit dem Jahr 2021 so vorstellen. Dieter Mainka stellt eine Prognose, die davon ausgeht, dass eine indirekte Impfpflicht entsteht und er erklärt bereits – wann, wo und wie diese zum Einsatz kommen wird. 

Anfang Dezember 2020 gab es nur den Lockdown light. Busse, Bahnen, Kantinen und alle Geschäfte waren voll, man freute sich auf das Familientreffen zu Weihnachten. Viele Deutsche kannten Corona weiterhin nur aus den Medien und etliche sahen sich selbst als unverletzbar. Eben keine Gefahr durch Corona. Die Börse hatte ihr bestes Jahr, das deutsche Bruttosozialprodukt gerade einmal 5,7 Prozent eingebüßt – und die sollen 2021 wieder hinzukommen.

Trump wurde abgewählt, der Brexit kam geordnet. Die in Deutschland entwickelte Impfung von BioNtech wurde weltweit zugelassen, die neutrale Schweiz hatte ihre Skigebiete über Weihnachten auch für die deutschen Corona-Gewinner und ihre Familien offengehalten. Die Deutschen waren in Relation zu den meisten Ländern der Welt mit geringer Opferzahl und mit wirtschaftlicher Stabilität durch die Corona-Zeit gekommen.

Januar 2021, die Gefahr kommt diesmal nicht aus Wuhan sondern aus London, es wird Zeit

Im Januar 2021 nehmen die Corona-Infektionen weltweit weiter zu. In den besonders betroffenen Ländern wie Brasilien, USA und Großbritannien hat inzwischen fast jeder aus seinem persönlichen Umfeld eine Geschichte über jemanden mit Corona-Infektion gehört oder selbst erfahren. London hat im Januar 2020 den Notstand ausgerufen, die Corona-Inzidenz liegt dort bei über 1.000, in der ersten Januarwoche haben sich dort über 100.000 Menschen trotz hartem Lockdown mit strikten Ausganssperren angesteckt.

Inzwischen weist der nationale Gesundheitsdienst in England regionale Lücken in der medizinischen Versorgung von Verunfallten oder akut Erkrankten auf. Die Regierung nennte für die expansive Ausbreitung der Pandemie in England die neuen Corona-Mutanten B1.1.7 als Ursache. Die Impfstoffe scheinen auch bei diesen Corona-Mutanten zu wirken, zumindest für den Impfstoff von Biontech/Pfizer liegen dazu erste belastbare Daten vor. Die englische Regierung forciert die Impfungen somit noch einmal. Nach den frühen Notzulassungen der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna im Dezember 2020 folgte kürzlich die Notzulassung für die AstraZeneca-Impfung. Bis Mitte Februar sollen 15 Millionen Briten geimpft sein.

 

2021. Das Corona-Impfjahr

Beim Einkauf der Impfstoffe für alle Länder der EU verhielt sich die deutsche Regierung zunächst solidarisch. Der Geschäftsmann Trump hatte unterdessen bereits im Juni 2020 und dann noch einmal nach Sichtung der Impfware im September genau die richtigen Stoffe in reichlichen Mengen für seine Wähler bestellt, ausreichend auch für die Wähler der Demokraten. Da sich die Impflieferungen verspäteten, wurde er abgewählt. Außer in China, Südkorea, Taiwan, Vietnam und Japan kennen weltweit inzwischen die meisten Menschen zumindest aus Erzählungen Corona-Betroffene wie z.B. Familienmitglieder, Arbeitskollegen oder Freunde. Nur wenige davon sind an der Corona-Infektion verstorben. Etliche Personen berichten jedoch über anhaltende Folgen durch die Infektion. Manche mussten in eine Rehabilitationsklinik, andere berichten über fehlende Fitness noch Monate nach der Erkrankung. Statt sieben Stockwerke schaffen sie gerade mal zwei. Andere schlafen viel, sind nach getaner Arbeit völlig platt und lustlos. Viele haben auch noch Monate nach der Infektion ihren Geruchssinn noch nicht vollständig zurück. Das Essen schmeckt fade. Immerhin besser als Depressionen zu behalten, diese Spätfolge findet sich leider auch.

All diese Erzählungen und Berichte über die neuen Mutanten machen die meisten Menschen zu Impfbefürwortern. Ein weiterer Teil von bisherigen Impfgegnern wird sich zum Erlangen von vermeintlichen Erleichterungen und Privilegien impfen lassen. Nicht nur Astronauten werden vor dem Abflug ihren Impfpass vorzeigen müssen. Die Einreise in viele Länder wird ohne Impfnachweis oder Dokument über einen positiven Antikörpertiter vermutlich gar nicht mehr möglich sein. Das Gleiche dürfte sich für viele Events, Kultur- und Sportveranstaltungen durchsetzen. Selbst für bestimmte Arbeitsplätze erscheint eine Impfpflicht denkbar. Zukünftige Corona-Opfer müssen sich der Frage nach dem Warum zu ihrem fehlenden Impfschutz stellen. Sie sind es dann eben selbst schuld. Die Isolation von Infizierten und die Quarantäne von Kontaktpersonen ohne Impfschutz wird voraussichtlich einer strengen Kontrolle unterliegen. Der gesellschaftliche Druck trifft Impfverweigerer weltweit kurzfristig viel härter als z.B. die Antiraucherbewegung den Raucher.

Die gemeinsamen Anstrengungen der Industriestaaten hinsichtlich der Vergabe von Lizenzen zur Impfstoffproduktion an vielen Orten werden innerhalb von wenigen Monaten zur ausreichenden Produktion von Impfstoffen für die Bevölkerung dieser Staaten führen. Die inzwischen gewachsene Solidarität wird auch zu einer weltweit ausreichenden Versorgung mit Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 bis Ende 2022 führen.

Das Verhältnis vieler Staaten auf der Welt gegenüber der Volksrepublik China wird sich verändern, der unkontrollierte Ausbruch des Corona-Virus aus Wuhan wird die übrige Weltengemeinschaft sensibler für die Geschehnisse im bald mächtigsten Land der Welt machen. Was wird daraus resultieren?

 

Lost and Found in Corona

Diesen Titel geben Dieter und Michael Mainka ihrem gemeinsamen Werk, ein Tagebuch von 2020. Ein Herausgeber wird derzeit noch gesucht. Verloren haben wir den Händeschlag. Gefunden haben wir die freundliche Geste des Gastgebers zum Hereinkommen. Gewonnen haben zudem wir den längeren Begrüßungsblick in die Augen. Um die Intimität etwas abzumildern werden dazu direkt einige Worte gewechselt. „Wie geht es“. Intimere Begrüßungszeichen wie der Wangenkuss bleiben uns erhalten, teilweise abgewandelt mehr auf den hinteren Teil der Wange kurz vor dem Ohr. So können die möglicherweise mit Infektionserregern besetzten ausgeatmeten Luftblasen besser an dem Begrüßten vorbeiweichen.

Gefunden haben wir Freunde und Familienmitglieder, mit denen es sich nun auf einer einsamen Insel auch länger aushalten lässt. Herausgefunden haben wir, wie wichtig Nähe und Freundschaft sind und wie unwichtig das Erheben über andere mit Materiellem werden kann. Porsche, Nadelstreifen und Champagner zählen weniger, ein gemeinsames Essen oder ein Telefonat schon mehr. Auch erkennt mancher seinen Arbeitsplatz außerhalb von Homeoffice als Ort der Begegnung. Der Wert des Gemeinsamen ist 2020 gestiegen, der Trend wird anhalten.

Die Corona-Pandemie weist Menschen mit Allmachts-Gedanken in ihre Schranken. Die Ehrfurcht vor der Natur und auch die vor einem großen Ganzen ist etwas gewachsen. Viele haben Teile der Natur in ihrer unmittelbaren Nähe erstmals richtig schätzen gelernt. Auch das Bewusstsein zu umweltverträglicheren Verhaltensweisen ist gewachsen. So mancher hat sich vielleicht erstmals in seinem Leben aufgrund gewonnener Zeit die Sinnfrage gestellt. Und allen ist der Wert vom gemeinsamen Handeln bewusster geworden.

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