Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter
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Januar 2021

Der Schriftsteller Jonathan Franzen, Autor von Romanen wie "Die Korrekturen" oder "Freiheit" erklärt in einem Interview mit der norwegischen Zeitung Vårt Land zuerst einmal, dass es schwierig sei, während des Frühjahrs 2020 etwas über die Pandemie und die Krise rund um Corona zu sagen.   Franzen tat es dann aber in diesem Anfang April 2020 geführten Interview doch, nachdem er noch zu bedenken gab, kein guter Wahrsager zu sei. Vor allem verspürt Franzen eine Angst davor, dass der Virus dem Silicon Valley und somit der Tech-Industrie unsere gesamte Zukunft in die Hände spielt. Nichts, so unterstreicht er, will diese Industrie mehr, als dass die Menschen zuhause bleiben. Eben dort soll man dann nichts anderes mehr tun, als auf Bildschirme zu starren. „Sie, also die Menschen vom Silicon Valley, möchten nichts weiter, als jedes lokale Unternehmen zerstören und alles nur noch im Internet käuflich machen", gibt er weiterhin zu bedenken.   Fortschritt – ja oder nein? Auf die abstrakte und zugleich kuriose Frage, ob es eine

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Mal kein Roman vom Bestsellerautor? Literarisches Quartett? Nein, der japanische Schriftsteller Haruki Murakami versucht mit Radiosendungen die Pandemie Krise in eine bessere Welt zu verwandeln. Das klingt naiv, ist es aber nicht ganz. Das Schreiben begann er als Übersetzer und eigentlich ist er das geblieben und zwar zwischen den Welten. Insofern eröffnete Haruki Murakami seine zweistündige Late-Night-Show „Murakami Radio Stay Home Special“ mit dem Song „Look for the Silver Lining“. Die Idee hinter der Show gegen die Corona-Krise ist allerdings kein Zufall, denn für den heiß gehandelten Nobelpreisanwärter ist Musik ein wichtiges Motiv in seinem Leben wie auch in seinen Geschichten. Darüber hinaus äußerte sich Murakami unlängst auch konkret zur Problematik der Corona Epidemie. Diese hält er schlichtweg für eine besondere Herausforderung und dies für alle Menschen. Es geht seiner Meinung nach jetzt darum, herauszufinden, wie wir unsere Weisheit teilen können und gegenseitig zu helfen. Er betont, dass es anstatt eines Kriegs gegen Corona sich eher um einen Kampf mittels Weisheit handelt.

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Zynismus? Nein, der deutsche Philosoph Peter Sloterdijk weist im Frühjahr 2020 darauf hin, dass die anfänglichen Übertreibungen der Medien im Fall der Corona Krise schon bald von der Realität übertroffen wurden. Am Ende des Jahres sieht er eine Klima-Religion am Horizont aufziehen. Und vielleicht ist die Pandemie ja ein Vorbote von dieser? Nach dem Philosophen geht es den Medien darum, dass ein Geschehen nie schlimm genug sein kann. Das wiederum entspricht dann auch der klassischen Rhetoriklehre. Seiner Meinung nach erleben wir daher mit der Corona Krise eine Art großes medientheoretisches Seminar. Damit verbunden ist ein Ausnahmezustand, in dem ein Monothematismus entsteht. Wiederum lässt sich hervorragend erkennen, wie sich die Stimmungen von modernen Gesellschaften von Tag zu Tag ändern. Diesen Umstand beschreibt er als Erregungsräume, welche durch abwechselnde Themen gesteuert werden. Er analysiert, dass die professionellen Medienmacher diesen Vorgang stets mit etwas Übertreibung anreichern. Als Beispiel fügt Sloterdijk die AfD-Aufregung in Deutschland an. Er bezeichnet zudem die Angelegenheit als ein Luxusthema „für unterbeschäftigte

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Corona und Chancen? Ja, dieser Guru und Yogi namens Sadhguru aus Indien sprach schon beim Weltwirtschaftsforum in Davos wie auch vor der UN. Wen er da bekehrt hat, ist nicht bekannt. Aber würde man ihn mit dem Dalai Lama in einer Sache vergleichen, nämlich wer der lustigere ist, würde er glatt gegen den durchaus fröhlichen Tibeter gewinnen. Wen wundert es da, dass der Guru beziehungsweise Sadhguru selbst eine Vorlesung über den Corona-Virus am Ende noch in einen eigentlich zu lustig geratenen Weihnachtsabend umwandelt? Anders gesagt: Dieser Mann erkennt selbst in Zeiten von Corona beste Chancen für ein gelungenes Leben. Vielleicht zuerst ein paar typische Sätze von jenem, der sich da Sadhguru nennt und der gebürtig Jaggi Vasudev heißt: „Wir sind letztlich nur ein kleines Staubkorn im unermesslichen Universum, welches sich über einen für uns unendlichen Zeitraum erstreckt. Wenn übermorgen unsere Erde verschwindet, wird es niemand in diesem riesigen Kosmos bemerken.“ So und ähnlich lehrt der berühmte Sadghuru. Und auch der größte

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