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Februar 2021

Das traditionelle antientzündliche Gichtmittel Colchicin, ein Alkaloid, hat in mehreren Studien zu COVID-19 Infektionen positive Effekte gezeigt. In Zeiten der Corona Pandemie lässt das aufhorchen! Fluch oder Segen? Zuerst einmal: Alkaloide sind dosisabhängig hochgiftig und werden auch als Insektizide eingesetzt. Sie hemmen die Mitosephase der Zellteilung, wodurch sich der Spindelapparat nicht ausbilden kann. Besagtes Colchicin wird aus dem Blütensamen der Herbstzeitlosen hergestellt. Vor allem wird es heute zur kurzfristigen Behandlung von Gichtanfällen eingesetzt. Darüber hinaus kommt es auch bei akuter Pericarditis bzw. Herzbeutelentzündung, bei Morbus Behcet bzw. der Erkrankung mit Aphten und bei Schüben des Mittelmeerfiebers zum Einsatz. Die Wirkung von Colchicin wurde vom Heidelberger Pharmazeuten Lorenz Geiger bereits im 19. Jahrhundert entdeckt. Colchicin blockiert bestimmte Eiweiße, Mikrotubuli, die sonst Entzündungen auf Zelloberflächen erleichtern. Bei COVID-19 Infektionen hemmt Colchicin Chemotraktoren wie z.B. Leukotrien B4. Dadurch wird die Verklebung von Zellwänden mit weißen Blutzellen verhindert. Die Zytokinproduktion wird reduziert, es folgt akut eine verminderte Freisetzung von Entzündungszellen (Makrophagen und Neutrophile) [caption id="attachment_11176" align="alignleft" width="200"] Colchicin

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