Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter
Home2021Mai (Page 2)

Mai 2021

Als Soziologin und Philosophin hat sie die Queer-Theorie entwickelt. Jetzt kritisiert  Judith Butler aus Berkeley die US-Regierung bezüglich des Umgangs mit Corona. Sie verweist auf die Notwendigkeit, sich die Welt neu vorzustellen. Und unser Kapitalismus? Der war gestern. Judith Butler hat auf der Verlagsseite Verso ein Essay bezüglich der Corona-Pandemie eingestellt. Darin betrachtet die Vordenkerin der Queer-Theorie zuerst die vorhandenen Gegensätze der gegenwärtigen Situation. Zum einen ist da die staatlich geforderte Isolation und zum anderen ein Virus, der besonders schnell jegliche Grenzen überschreitet. Daneben, so gibt die Autorin zu bedenken, hat nicht jeder in den USA eine Familie beziehungsweise ein Zuhause für einen Rückzug bezüglich der Isolation. Judith Butler stört als Soziologin und Philosophin vor allem der Umstand, dass die Frage, wer leben und sterben wird, für den Präsidenten lediglich ein Kosten-Nutzen-Problem ist. Andererseits weist sie auf, dass das Virus halt nicht diskriminiert. Stattdessen behandelt dieser erst einmal alle gleich. Zudem hat Corona das Potenzial, die gesamte menschliche Gemeinschaft in eine

Read More

Verschwörungstheorien und Übervorteilung sind erklärbar: Andreas Reckwitz stellt zudem fest, dass bisher ein gesellschaftliches Risikomanagement bezüglich der Corona Pandemie fast ausschließlich eine individuelle Angelegenheit war. Für den deutschen Philosophen war sozusagen alles eine Frage der Eigenverantwortung, was nun durch die Schutzmaßnahmen gegen Corona unterbrochen wird. In diesem Zusammenhang geht er davon aus, dass nach der Corona-Krise der begonnene Wandlungsprozesse sich verstärkt. Zudem sieht er eine Art gesellschaftlich eingebetteten Liberalismus als Möglichkeit für die Zukunft. Letztlich glaubt Reckwitz , dass wir uns in einer ähnlichem  Paradigmenwechsel befinden wie etwa in der Zeit der 70er-Jahre.   Risikomanagement und Digitalisierung als Chancen Vor allem wird sich seiner Meinung nach dank der Krise die Digitalisierung der Gesellschaft forcieren. Hierzu zählt Andreas Reckwitz beispielsweise Digital Learning, Homeoffice wie auch Betreuung oder Onlinekonsum. Als weiteren wichtigen Punkt benennt er den Umstand, dass die Krise bewusst macht, dass „Globalisierungsprozesse mehr Regeln benötigen".   Ein Epochenbruch namens Corona? In einem Artikel in der Zeit präzisiert Reckwitz seine Einschätzungen. Daher wurde aktuell die Corona-Krise panisch zu

Read More

Fritjof Capra prägte die Theorie der New Age Bewegung. Seine internationalen Bestseller waren Meilensteine in der Annäherung von Physik und Spiritualität. Heute sieht er in dem Corona Virus eine Message von Gaia, also dem Erdsystem selbst.   Nach Fritjof Capra befinden sich alle wichtigen Parameter des menschlichen Zusammenlebens in einem unausgeglichenen Zustand. Der anerkannte Denker führt schließlich zur Lösung durch das von Corona versachten Krise soziale und ökologische Maßnahmen auf. Darunter zählen nach seiner Theorie zum Beispiel auch Maßnahmen wie ein Grundeinkommen. Diese Veränderungen können nach seiner Meinung dazu beitragen, die wichtigsten Probleme der Welt zu reduzieren und zeigen damit eine positive Zukunft nach der Krise auf.   New Age 2.0 – Oder wie wir Corona in der Zukunft interpretieren werden In einem in LA STAMPA veröffentlichten Artikel erläutert Capra, dass wir in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts endlich aus evolutionärer und systemischer Sicht den Ursprung des Corona Virus wie auch dessen Auswirkungen auf die Welt (im Jahr 2020) verstehen werden. Erst dann wird

Read More

Böse oder doch gut: Zumindest ist für den französischen Philosophen Jean-Luc Nancy die Krise rund um Corona möglicherweise eine Folge unseres kapitalistischen Fortschrittsglaubens.   Allerdings kann dieser Glaube in Zeiten von Corona die Menschheit ins Unglück stürzen. Damit meint Jean-Luc Nancy die Zerstörung der Natur wie auch uns selbst – etwa in unseren unzähligen Kriegen. Der französische Philosoph führt an, dass wir letztlich immer mehr wirklich alles zerstören. Auch können wir nicht mehr unterscheiden, was menschlichen und was natürlichen Ursprungs ist.   [caption id="attachment_11477" align="aligncenter" width="2560"] Philosoph Jean-Luc Nancy sieht in der Krise rund um Corona eine Folge des Fortschrittsglaubens. Böse und gut sind weitere Themen.[/caption] Nach Jean-Luc Nancy: Ein gescheiterter Versuch namens Fortschrittsglauben Nach Jean-Luc Nancy ist es seit der Renaissance das eigentliche Ziel der westlichen Welt, eine bessere Menschheit herzustellen. Dieser Vorgang kommt mit dem Aufkommen der Coronakrise zu seinem Ende. Denn die Unterteilung in böse und gut ist unmöglich geworden. Zum Beispiel werden Mao, Stalin oder Hitler klassischerweise als böse bezeichnet. Dies aber ist

Read More

Gangaji ist eine Meisterin der aus Indien stammenden Denkmethode Advaita Vedanta. Die Satsangs und damit Gespräche führen hier ganz weit hinauf in die Höhen dessen, was unser Geist gerade noch denken kann. Dort oben angekommen, ist entweder nicht mehr viel bis nichts, so ähnlich wie bei Wittgenstein, oder man folgt dem sich auflösenden Pfad nochmals weiter. Und schließlich, beim Durchschreiten der unsichtbaren Türen in das Land ohne Begriffe kommend, erfährt man die Dunkelheit leuchtend und Licht, als was es ist. Einfacher gesagt, wir begegnen dem Mystischen ohne jegliche Anstrengung oder Aufregung.   In einem im März 2020 abgehaltenen Satsang, einer Art Gesprächsrunde, nimmt Gangaji vor allem zu Fragen bezüglich Corona und der weltweiten Pandemie Stellung. Im nachfolgenden wurden der Einfachheit halber, die wichtigsten Fragen und deren Antworten in kleine Unterkapitel unterteilt. Dies entspricht letztlich dem von einem Thema zum anderen springenden Aufbau eines typischen Satsangs. Die Katastrophe: der Corona Virus „Zuerst einmal ist dieses Ding wunderschön, also unter dem Mikroskop", sagt Gangaji und fährt

Read More

Das Problem ist die Mutation. Denn das SARS-CoV-2-Virus verändert sein Erbgut immer weiter. Mutanten, Doppelmutanten und Supermutanten sind die Folge. Dies umso häufiger, je mehr Menschen sich mit den Wildtypen oder einer anderen der inzwischen vielen Virusmutanten infizieren. Darüber hinaus gibt es noch viel bezüglich Mutanten und Supermutanten zu berichten, was wir in diesem Fachartikel umfassend unternehmen. Die neuen Mutationen und Supermutanten einschließlich der Escape-Varianten (Fluchtmutation), welche bereits erworbenen Immunschutz gegen SARS-CoV-2 umgehen, können schnell dominant werden, also das Infektionsgeschehen beherrschen. Diese Mutanten mit veränderten Spikeproteinen, also mit einer Veränderung der Andockstellen des Virus, können gegen den Viruswildtyp entwickelte Impfstoffe nutzlos machen. Die beiden Erbgutveränderungen E484Q und L452R erleichtern dem Virus das Andocken an Schleimhautzellen von Nase und Rachen. Die Infizierten tragen bei manchen Mutanten eine wesentliche höhere Viruslast als bei den Wildtypen, allein dadurch sind sie für andere Menschen infektiöser.   Mutanten, das Immunsystem und Escape-Varianten Gegen die ansteckenderen aktuellen Mutanten beziehungsweise Supermutanten des SARS-CoV-2 Virus reichen Schutzmaßnahmen nicht vollständig aus, erst forcierte

Read More

Juli Zeh ist Juristin und vor allem Schriftstellerin und dazu eine, die gerne politische Themen aufgreift. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung nimmt sie zu Covid-19 beziehungsweise der Corona Pandemie ausgiebig Stellung. Daneben hatte sie vor einem Jahrzehnt mit Ihrem Roman „Corpus Delicti" ein der heutigen Realität ähnliches Szenario entwickelt. Zuerst einmal betont die Bestsellerautorin in dem Interview von Mai 2020, dass man noch nicht von einer Diktatur sprechen kann, auch wenn der Staat stark in die Grundrechte von Bürgern eingreift. Allerdings wäre nach der Krise einiges aufzuarbeiten. Vor allem hält sie die Bestrafungstaktik der Regierung für sehr bedenklich, da man eigentlich die Bevölkerung einschüchtert, um diese zum Einhalten der Verordnungen zu bewegen. Sie nennt auch als einige der Wenigen das durchaus einleuchtende Argument dahinter „Wenn ihr nicht tut, was wir von euch verlangen, seid ihr schuldig an einer weiteren Ausbreitung des Virus und an vielen Toten in den Risikogruppen!“ Letztlich folgert Julia Zeh, viele dann auch folgen und dies aus

Read More

Starke Veränderungen in der ARbeitswelt: Darauf setzt die Soziologin und Philosophin Lisa Herzog mit ihrem Manifest. Und das alles gilt genauso auch für die Zeit nach der "Pandemie-Zeit". Arbeit – demokratisieren, dekommodifizieren, nachhaltig gestalten. So lautet der Titel des Manifests von Lisa Herzog ganz genau. Es erschien Anfang Mai 2020 auf Zeit Online und wurde von über 3.000 Wissenschaftlern unterzeichnet. Die Soziologin und Philosophin setzt darauf, dass die Krise und Pandemie zunimmt und Veränderungen notwendig werden. In diesem Zusammenhang rückt eine neue Arbeitswelt in den Fokus. Diesbezäglich hält Lisa Herzog die Zeit für eine weitreichende Diskussion für mehr als reif. Schließlich wird ihrer Meinung nach durch die Pandemie weltweit die Arbeitslosigkeit explodieren. Es gilt also schon heute die richtigen Weichen zu stellen. Die Post-Coronazeit positiv gestalten Im Gegensatz zu Denkern wie Michel Houellebecq oder Slavoj Žižek geht sie von einer  positiven Zukunft aus. So glaubt sie, dass man die Zeit des Umbruchs nutzen sollte, um fundamentale Fragen bezüglich Arbeit, Arbeitswelt und Gemeinschaft zu

Read More

Frankreich und Paris staunen: Der Star-Journalist Bernard-Henry Lévy sprach in der Sendung „It Happened Tomorrow" von Europe 1 beim Thema Corona sogar von einem „Mechanismen des Wahnsinns". Es lohnt ein Blick darauf, was der "King of Troublemakers" meint und darüber hinaus der Welt noch mitzuteilen hat. Er ist der Star unter den Journalisten Frankreichens. Eine Diva sagn die einen und die anderen freuen sich einfach nur, denn der Mann ist alles, nur nicht langweilig. Und der Journalisten Star freute sich insgeheim vielleicht sogar über diesen Virus. Denn: Damit würde es in Frankreich und erst recht in Paris auf jeden Fall nicht langweilig bleiben. Aber dann legte er los, und schimpfte BHL, das ist sein Kürzel, zu Beginn der Krise über das blinde Vertrauen in sogenannte „Sachkundige". Aber BHL ging noch weiter und sprach von einem „Missbrauch der Autorität" und dass „Wissenschaftler wussten, dass sie nichts wussten". Ähnliche Zuspitzungen der Diskussion kennt man auch in Deutschland und anderen Ländern, jedoch halt nicht

Read More

Kontinuierlich nimmt Papst Franziskus, Oberhaupt der katholischen Kirche, zum Thema Corona Stellung. Wie zum Beispiel in der spanischen Zeitschrift „Vida Nueva“, wo sein Artikel die Corona Krise thematisiert und dazu konkrete Empfehlungen seitens der katholischen Kirche gibt. Jedoch handelt es sich in dem besagten Artikel von Kirchenoberhaupt Papst Franziskus nicht um eine mit „Virologen abgestimmte Exit-Strategie“. So unterstreicht es die offizielle Website des Vatikans zumindest. Stattdessen geht der Papst die Sache recht menschlich an. Es verweist das Oberhaupt der katholischen Kirche in diesem Zusammenhang auch direkt auf den auferstandenen Jesus. Denn dieser erklärte Frauen, welche sein Grab besuchten, dass sie sich freuen sollen, denn nicht weniger als die Frauen an sich und mit ihnen die ganze Menschheit würden eben da zu einem neuen Leben auferweckt. Eine Szene mit einem tieferen Sinn, welche Papst Franziskus durchaus gerne wählt. Dies gilt dann erst recht in Zeiten von Corona. Weiterhin weist das kirchliche Oberhaupt laut Viticannews darauf hin, dass Menschen nicht alleine sind, sondern

Read More