Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter
 

So stecke ich mich und andere nicht an

Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, hat die Regierung viele Maßnahmen unternommen. Aber auch der Einzelne kann einiges tun, um sich und andere nicht anzustecken. Tipps für den Alltag.

 

Unser Alltag hat sich in Zeiten der Corona-Krise grundlegend geändert. Öffentliche Veranstaltungen wurden nach und nach abgesagt, Menschenansammlungen verboten, Geschäfte, Bars und Restaurants geschlossen. All dies dient dem Ziel, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und die Zahl der Neuinfizierten zu senken.

 

Ansteckung mit dem Corona-Virus vermeiden

Besser in die Armbeuge als in die Hand husten. Das ist hygienischer. (Bildquelle Adobe Stock)

Social Distancing als oberstes Gebot

Um das zu erreichen, lautet das grundlegende Gebot: Bleiben Sie zu Hause, so viel und so oft es geht. Jeder sollte seine Kontakte auf ein Minimum zurückfahren. Im privaten Umfeld bedeutet das, keine Feier, keine Verabredung mit Freunden, kein Theater- oder Konzertbesuch.

 

Für das Arbeitsleben heißt das: Wenn es geht, im Home-Office arbeiten, Präsenzmeetings, Dienstreisen und andere persönliche Kontakte vermeiden. Dieses Abstandhalten im privaten und beruflichen Bereich hat längst einen Namen, Social Distancing. Das bedeutet auch:

 

  • Fortbewegung: Das eigene Auto, Fahrrad oder E-Bike sind derzeit öffentlichen Verkehrsmitteln vorzuziehen. Wer Mietwagen oder Carsharing nutzt, sollte das Fahrzeug vor Fahrtantritt gründlich desinfizieren.
  • Stoßzeiten meiden: Einkaufen im Supermarkt, der Apotheke oder beim Bäcker sollte man auf Zeiten verschieben, in denen die Geschäfte tendenziell leerer sind. Das ist zwar derzeit etwas schwierig abzuschätzen, weil Home-Office die Zeitpläne der Menschen flexibler macht. Aber irgendwann haben Sie hier Erfahrungswerte. Ähnliches gilt für Jogging- und Fahrradeinheiten in derzeit hoch frequentierten Wäldern.
  • Besuchsregeln in Krankenhäusern einhalten: Gerade in diesem Bereich ist das Social Distancing besonders wichtig, um kranke und immunschwache Menschen und sich selbst vor Ansteckung zu schützen.
  • Menschen aus Risikogruppen helfen: Gerade ältere Menschen und Kranke sollten menschliche Kontakte meiden. Bieten Sie hier Unterstützung an, indem Sie beispielsweise für sie einkaufen. Hier aber, soweit möglich, den direkten Kontakt umgehen. Tüten und Körbe kann man auch vor die Wohnungstür stellen.

 

Ansteckung mit dem Corona-Virus vermeiden

Mit dem Fahrrad ins Büro – das hat gleich mehrere Vorteile. (Bildquelle Adobe Stock)

Hygienemaßnahmen schützen vor Ansteckung

Persönlicher Kontakt lässt sich nicht komplett vermeiden. Wenn Sie mit anderen Menschen zusammenkommen, sollten Sie an drei Dinge denken:

  • Einen Abstand von mindestens 1,5 bis zwei Metern halten und auf Händeschütteln sowie Umarmungen verzichten.
  • Regelmäßig und gründlich die Hände waschen. Das ist die wichtigste Maßnahme gegen Ansteckung und sie geht so.
  • Nies- und Hustenregel beachten: Also in die Armbeuge oder in eine Einmaltaschentuch niesen oder husten. Letzteres sofort entsorgen – und dann ordentlich Händewaschen.
  • Das Bundesgesundheitsministerium hat dazu auch eine Anleitung speziell für Kinder herausgegeben.

 

Ansteckung mit dem Corona-Virus vermeiden

Sich und andere vor Ansteckung schützen: Das ist das Wichtigste im Moment. (Bildquelle Adobe Stock)

Weitere Tipps gegen die Ansteckung

 

  • An die frische Luft gehen: Tun Sie das regelmäßig, denn das ist mit das Beste, das Sie für Ihr Immunsystem tun können. Auch (moderate) Bewegung stärkt die Abwehrkräfte und sorgt für Entspannung.
  • Mit dem Rauchen aufhören: Das ist sowieso gesund, aber vor allem jetzt. Denn Rauchen schwächt die Bronchien. So stecken Sie sich schneller an.
  • Grippeimpfung: Vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten sich impfen lassen. Das schützt zwar nicht gegen das Corona-Virus, aber man vermeidet eine mögliche Doppelinfektion mit Covid-19 UND Grippe.
  • Regelmäßig lüften: Corona-Viren (und auch alle anderen) gelangen durch Niesen oder Husten in die Luft. Luftaustausch ist wichtig, damit sie sich nicht länger in geschlossenen Räumen halten und andere Menschen infizieren können.
  • Bei trockener Luft; Augentropfen und Nasenspray helfen gegen das Austrocknen der Schleimhäute.
  • Nicht ins Gesicht fassen: Über Mund, Nase und Augen können Krankheitserreger in den Körper gelangen. Der Griff ins Gesicht ist leider ein Reflex, den man schlecht steuern kann. Machen Sie sich bewusst, wie oft Sie das tun (Strichliste?) und versuchen Sie, sich Ersatzbewegungen anzutrainieren: Hand an die Schulter, Hände in die Hosentasche oder was auch immer funktioniert.
  • Smartphone regelmäßig desinfizieren: Leider nimmt man das Handy viel zu oft in die Hand um zu telefonieren, Mails zu checken oder sich abzulenken. Ungewaschene Hände übertragen leicht Krankheitserreger auf das Gerät.
  • Türgriffe, Fahrstuhlknöpfe und Seifenspender nicht mit den Händen berühren, um eine Ansteckung zu vermeiden. Vielleicht klappt das auch mit dem Ellbogen oder zur Not mit dem Fuß.

 

Der wichtigste Tipp kommt zum Schluss: Wenn Sie sich krank fühlen und Symptome an den Atemwegen bei sich bemerken, bleiben Sie zu Hause und rufen Sie einen Arzt an, der Ihnen weiterhilft. Damit schützen Sie auch Ihre Mitmenschen vor Ansteckung.

 

Share Post