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CF Hamburg Tuning

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Hamburg Tuning – Awareness in Zeiten von Corona

CF entwickelt künstlerische Konzepte, hinter denen eine Idee steht, die wir Hamburg Tuning nennen. Was also ist zum einen diese neue Art der Awareness. Und was macht diese Fortentwicklung so sehr anders, dass sie einen eigenen Namen verdient?

Ob Sportler, Landwirt, Segler, Angler, Tänzerin oder Künstlerin: All diese haben eine Besonderheit gemeinsam – indem sie Momente erleben, in denen Tat und Umgebung verschmelzen. Man kann sogar von einer vollkommenen Einswerdung sprechen, bei der sich vorherige Trennungen auflösen. Geschieht dies bewusst sowie entspannt und mit dem Wissen, dass in diesem Tun eine Perfektion erlangt wird, in der es weder Grenzen noch Ziele gibt, sich die Erfüllung des Tuns bereits in der Tat selbst erfüllt – dann ist dies eine wahrhafte und ungekünstelte Verwirklichung von Geistesgegenwart.

Anders gesagt: Wir sprechen von Awareness. Denn das Wort meint nichts anderes als einen Vorgang, in dem der Fokus darauf liegt, sich auf eben diesen selbst zu konzentrieren. Wobei der aufmerksame Leser nun einwerfen wird, dass diese Definition von Awareness durchaus klassisch ist, aber eben normalerweise nicht auf Rennfahrer, Winzer oder Theaterzuschauer angewendet wird. Das stimmt durchaus, denn wir erweitern hier ja den Begriff der klassischen Awareness.

 

Nicht klassisch – und trotzdem immer schon da

Damit also keine Verwirrung entsteht, sprechen wir im Folgenden von Hamburg Tuning. Wie gesagt, handelt es sich hierbei nicht um eine Meditation im klassischen Sinne. Stattdessen können wir uns entscheiden, ob wir mehr wollen oder weniger, ob wir einfach driften oder uns bewusst treiben lassen. Kurz: Unsere Intuition, unser Antrieb und Wunsch erleben zu wollen, hat einen enormen Anteil an dem, was erlebt wird – und vor allem wie und wieviel. Damit kommen wir zu dem, was Hamburg Tuning besonders macht: Wir erleben diese Meditationsform oftmals zusammen, etwa als Gast in der Oper oder als Fan im Fußballstadion. Dabei werden wir mal eins mit der Umgebung und damit auch anderen Menschen. Dann wieder erleben wir uns wieder alleine, angenehm eingebettet in die Umgebung. Wir empfinden diese Teilung als angenehm und teilen uns wiederum anderen durch unser Vorhandensein mit.

 

Awareness oder Achtsamkeit

Awareness oder Achtsamkeit entsteht auch außerhalb von Meditation (Bild: Pixabay)

Hamburg Tuning –
oder die Art of Awareness

Und auch wenn sich das noch für den einen oder anderen schwierig oder komplex anhört, nein, eigentlich ist das alles nichts anderes als ein Fest. Eines, welches wir ganz natürlich genießen. Hierzu noch ein Beispiel: Wenn Sie auf einem Rockkonzert sind, dann entstehen nicht nur viele Gefühle in Ihnen, sondern auch Momente, in denen Sie mal fahrig hin und her schauen, um wenige Sekunden später schon wieder mit der gesamten Umgebung zu verschmelzen. Noch ein paar Sekunden oder Minuten später, erleben sie sich wohlig alleine, bemerken vielleicht den Schweiß auf ihrer Stirn. Sie sind sich allem gewahr und zugleich auch Ihrem seltsamen Alleinsein inmitten dieser riesigen Veranstaltung. Wenn man so will, so fühlt sich das an wie das Flirren von Kerzenlichtern – und eben diese Indifferenzen gehören wiederum zusammen und bilden derart die Grundlage von dem, was wir hier mit als Hamburg Tuning eigentlich meinen.

 


Autoren: Julian A.J. Schott, Dr. — CF Redaktionsleiter „Übersee“ und „Modernes Denken“
& Michael Mainka CF Chefredakteur

 

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