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Protestbewegung in den USA. Cornel West sieht einen radikalen Wendepunkt

In einem Interview mit France24 sagte der Philosoph, dass die US-amerikanische Protestbewegung, ausgelöst durch die Ermordung von George Floyd, die USA an einen Wendepunkt gebracht hat.

In dem Interview zeigt Cornel West sich begeistert über die Menge, Intensität wie auch der Vielfalt und Anzahl der Proteste in den USA. Er betont zudem, dass hierbei Menschen aller ethnischen und religiösen Hintergründe zusammengekommen wären. Darüber hinaus ist dem Professor für Philosophie an der Harvard Universität wichtig, dass man nun vor der Wahl steht – zwischen einer gewaltfreien Revolution zur Bekämpfung des systemischen Rassismus oder des von Trump verfochtenen amerikanischen Faschismus.

Zudem nimmt Cornel West zu einer Erklärung des ehemaligen Präsidenten George W. Bush Stellung, der die Bekämpfung von Rassismus gefordert hatte. West erklärt, dass es dafür zu spät sei. Er verweist auf den Umstand, dass selbst Barack Obama als erster schwarzer US-Präsident zwar viele schwarze Gesichter in hohe Positionen gebracht habe, aber damit die Situation an sich nicht wirklich verändert hat. Es ist daher kein Zufall, dass während dessen Präsidentschaft die „Black Lives Matter-Bewegung“ entstanden sei. Zudem begrüßt West die Proteste in Frankreich. Diese fordern Gerechtigkeit für Adama Traoré, der nach einer Verhaftung durch die Polizei im Jahr 2016 verstarb. Nach West ist es an der Zeit, dass Frankreich die eigenen Probleme der weißen Vorherrschaft und kolonialen Vergangenheit anzugehen.

 

West kritisiert die zunehmende Militarisierung

In einem Artikel für The Guardian bringt West die zunehmende Militarisierung der US-Gesellschaft mit der „imperialen Politik“ der USA in Verbindung. Er weist daraufhin hin, dass es seit dem Ende des 2. Weltkriegs 211 Einsätze der US-Streitkräfte in 67 Ländern gegeben hat. Seiner Meinung nach erzählt die „militaristische Reaktion auf die Ermordung von Floyd“ eine Geschichte von übergroßer Polizeipräsenz.

 

 

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Cornel Ronald West

Cornel Ronald West (* 2. Juni 1953) gilt als einer der führenden Intellektuellen afroamerikanischer Herkunft. Gegenwärtig ist West Universitätsprofessor für Theologie und afroamerikanische Studien an der Universität Princeton. Ein zentraler Fixpunkt seines Denkens ist der christliche Glaube. Daneben spielte er als Schauspieler in den Kinofilmen Matrix Reloaded und Matrix Revolutions mit.

 

 

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