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Corona-Pandemie stoppen. Weltweites Impfprogramm gegen Mutationen und Escape-Varianten

Ein weltweites Impfprogramm? Ja, das wäre eine Lösung in Sachen Corona Pandemie und Mutanten. Das glaubt der Autor und entwickelt den Gedanken einmal nachvollziehbar weiter.

Zuerst einmal: Die neuen Mutanten der Corona Pandemie sind in über 100 Millionen Corona-Infizierten entstanden. Virus-Mutationen sind eine Folge und eine Gefahr. Viren können bei ihrer Teilung mutieren, sie verändern ihre Eigenschaften. Das Erbgut des SARS-CoV-2-Virus besteht aus etwa 30.000 Bausteinen, den Nukleotiden. Beim Ablesen geschehen immer wieder Übertragungsfehler. Je mehr Viren weltweit unterwegs sind, desto mehr Kopierfehler passieren. Im Februar 2021 waren mehr als 100 Millionen Menschen mindestens einmal mit dem Corona-Virus infiziert. Rund 2,5 Millionen Menschen sind in Folge von COVID-19 verstorben. Virusvarianten A, B und C  mit unterschiedlicher Gensequenz haben sich seit 2019 durch Mutationen rasch entwickelt und sind von Mensch zu Mensch bereits Anfang 2020 über die ganze Welt verteilt worden.

Weitere Corona Mutanten

Im Winter 2020/21 sind in verschiedenen Ländern immer weitere Mutanten nachgewiesen worden. Einige dieser inzwischen etwa 15.000 bekannten Mutationen sind durch ihre höhere Ansteckungsfähigkeit gefährlicher als die frühen Varianten. So die britische Mutante B1.1.7., welche in Europa die bisherigen Corona-Typen durch ihre schnellere Verbreitung rasch abzulösen scheint. Diese neue Variante beherbergt 21 Mutationen, davon betreffen neun die Virushülle. Die Veränderungen am Spike-Oberflächeneiweiß erleichtern das Andocken an menschliche Zellen.

Diese Variante, die unter anderem die Mutation N501Y beherbergt, erklärt die rasante Infektion von sehr vielen Menschen im Winter 2020/21 in London und in anderen britischen Regionen. Die Folge war eine zeitweise regionale Überlastung des Gesundheitssystems. Für Männer scheint bei dieser Variante auch das Sterberisiko zu steigen, nach ersten Daten aus Großbritannien bei über 85-Jährigen von 17 auf 22 Prozent. Obwohl im Februar die Corona-Inzidenz während des Lockdown deutlich rückläufig ist, steigen in den positiv getesteten Proben der Anteil der sogenannten mutierten Viren auf über 10 Prozent. Das Kölner Sequenzierungsprojekt, bei dem regional alle PCR-Proben auch eine Sequenzierung bzw. Genanalyse erhalten, zeigt im Februar 2021 Mutationen in mehr als 10 Prozent der Proben.

Im Februar 2012 berichtet das Public Health in Großbritannien über den Nachweis einer weiteren Veränderung diese Mutante. Sie wird E484K genannt. Diese sogenannte Escape-Mutation macht das Virus unempfindlich gegen einzelne Antikörper von Menschen, die bereits Corona hatten oder geimpft sind. Die Abwehr über Antikörper funktioniert möglicherweise schlechter. In Südafrika führte im Winter 20/21 die Variante B1.351 (auch 501Y.V2) zu einer zweiten Corona-Welle, obwohl auf der Südhalbkugel Sommer ist. Sommerliche Temperaturen sollen die Verbreitung von SARS-CoV-2 eigentlich um 20 bis 30 Prozent dämpfen. Übrigens sollen auch Masken einen ähnlichen Einfluss auf die Virusverbreitung haben, rund 20 Prozent.

 

Mehrmals Corona bekommen und neue Mutanten

In Brasilien verbreitet sich die Mutante B1.1.28 (auch P1 genannt) teilweise zum zweiten Mal in Teilen der Bevölkerung. Dass Immungeschwächte das gleiche Virus mehrmals bekommen können, kristallisierte sich bereits in der ersten Jahreshälfte 2020 heraus. Inzwischen häufen sich aber Zweitinfektionen auch bei Gesunden, nicht immungeschwächten Menschen in manchen Ländern an.

Obwohl in einigen Regionen Brasiliens bereits 70 Prozent der Bevölkerung infiziert waren und nahezu Herdenimmunität bestehen sollte, steigen die Infektionsraten im Februar 2021 durch die neuen Virusvarianten wieder an. An die Spike-Proteine (Erkennungsstrukturen auf der Virushülle) der neuen sogenannten Escape-Virusvarianten docken die nach einer früheren Corona-Infektion mit älteren Corona-Varianten gebildeten Antikörper nicht mehr oder in geringerer Menge an. Auch spezifische T-Zellen (Gedächtniszellen) scheinen ihre Funktion nicht vollständig oder zu spät auszuüben. Die Menschen erkranken ein zweites Mal an Corona.

Weltweites Impfprogramm: Die neuen Mutanten der Corona Pandemie sind in über 100 Millionen Corona-Infizierten entstanden. Virus-Mutationen drohen.

Die Idee ist ein weltweites Impfprogramm. Denn die neuen Mutanten der Corona Pandemie sind in über 100 Millionen Corona-Infizierten entstanden. Virus-Mutationen drohen.

Impfstoffe gegen Mutanten unwirksam?

Zum besseren Verständnis ein Beispiel aus der Krebstherapie: Bei der Behandlung fortgeschrittener Krebsarten haben Onkologen oft in der sogenannten ersten Therapielinie hohe Erfolgsraten mit ihren neuen kombinierten Immun- und Chemotherapien oder mit personalisierter Therapie. Da sie oft die Krebszellmenge nicht auf den Wert Null gedrückt bekommen, teilen sich immer wieder einige Krebszellen weiter. Einige mutieren, nehmen neue Eigenschafften an.  Je mehr und desto länger Krebszellen noch vorhanden sind, umso wahrscheinlicher treten Mutationen auf.

Durch manche Mutationen werden die Krebszellen resistent gegen die bisherige Therapie, der Onkologe muss einen neuen Pfeil aus seinem Köcher ziehen, nämlich die zweite Linie einer Krebsbehandlung. Manchmal ist dies leider der Beginn vom Ende.  Auch bei Viren ist es nur eine Frage der Zeit und der kursierenden Virusmengen, wann Mutationen auftauchen. Einige dieser mutierten Corona-Viren können den bestehenden Impfschutz umgehen und sich dann erfolgreich wieder in ihren Wirten, den Menschen vermehren, trotz vermeintlichen Impfschutz.

 

Auffrischungsimpfungen gegen Corona-Virusmutanten, die nächste Impfgeneration

Impfstoffhersteller arbeiten bereits an der nächsten Generation ihrer Impfstoffe, um sie auch gegen inzwischen auftretende Virusmutanten wirksam zu machen. AstraZeneca kündigt diese nächste Generation für den Herbst 2021 an. Die BioNTech-Gründer sprechen von etwa sechs Wochen, welche man braucht, um Veränderungen am Impfstoff vorzunehmen. Für die mRNA-basierten Impfstoffe von Moderna und BioNTech wird im Februar 2020 Wirksamkeit sowohl gegen die britische wie auch gegen die südafrikanische Virus-Variante angegeben. Zur brasilianischen Variante B1.1.28P.1 liegen dem Autor zur Impfwirkung der drei zugelassenen Impfstoffe bisher keine Informationen vor.

 

Die Idee: Die internationale Pandemie durch ein
weltweites Impfprogramm stoppen

Bei dem oben angeführten Krebsmodell können Mutationen nur verhindert werden, wenn die Menge der Krebszellen auf den Wert Null reduziert wird. So ähnlich ist es mit dem Corona-Virus. Je weniger Zeit es in Menschen verbringt und je weniger Menschen es in sich tragen, desto seltener kann es mutieren. Die Menschen in Israel mögen bereit im März 2021 nahezu alle Impfschutz haben. Solange das Virus aber in der übrigen Welt bei vielen Menschen kursiert, werden sich weiter Mutanten entwickeln und sicherlich in das Land eingeschleppt. Gegen einige Mutanten wird die jetzt verabreichte Impfung möglicherweise nicht, oder geringer schützen.

Wenn aber alle Menschen auf der Erde gleichen Impfschutz wie z.B. die Israelis bis März 2021 bekommen hätten, wäre die rasante Entwicklung von Corona-Mutanten aufgehalten worden. Zeit für die Entwicklung von veränderten Auffrischungsimpfungen wäre gewonnen.

Eine ewige Pandemie?

Menschen in armen Ländern ohne Corona-Impfstoff sind eine unheilvolle Strategie: Etwa 2,5 Milliarden Menschen leben in Asien, Afrika und Lateinamerika in sogenannten armen Ländern. Dort wurden bis Februar 2021 nur einige Hundert Menschen gegen Corona geimpft. Regierungsangehörige?

2020 vertraten manche Virologen noch das Modell der weltweiten Herdenimmunität. Man ging davon aus, dass sich bei der sehr jungen Bevölkerung mit engen Kontakten eine rasche Herdenimmunität ausbilden könne und das mit nur geringer Opferanzahl. Besonders für Afrika mit vielen jungen Menschen wurde mit geringer Anzahl schwerer COVID-19 Verläufe gerechnet. Anders als bei den sogenannten überalterten Gesellschaften in China, Japan, USA und Europa.

Die molekularen Freiheiten der Corona-Viren und die Geschwindigkeit neuer Virus-Typen haben viele Genetiker 2020 unterschätzt.  Die relativ  hohe Mutationsfähigkeit der bereits weltweit verbreiteten Corona-Varianten ist für diese Optimisten ernüchternd. Das ständig mutierende Corona-Virus droht durch die Globalisierung und fehlende vollständige Eindämmung zu einer nicht endenden Pandemie zu werden. So als  wenn dieses Virus für immer bleiben wolle.

 

Die Menschheit expandiert trotz Viren.
Gemeinsam können „die Homo sapiens“ Pandemien stoppen

Wir Menschen sind variabel. Und wir sind in der Gemeinschaft sehr stark. Noch kein Virus hat die Expansion der Menschheit über längere Zeit ernsthaft aufhalten können. Die Gesamtheit ist aber in der Vergangenheit noch nie so schnell verletzlich gewesen wie in Zeiten der Globalisierung. Zunächst läuft alles einmal auf eine Koexistenz von Corona-Viren und Menschen hinaus.

 

Pandemie?
Was uns Homo erectus und Neandertaler dagegen hinterlassen haben

Wenn wir uns ab sofort wie die Nomaden vor 15.000 Jahren in Kleingruppen bis 50 Personen autark als Jäger und Sammler durchschlagen, dann könnte die Pandemie rasch eingedämmt werden.

Aber der Plan des heutigen Homo sapiens ist ein anderer. Bereits vor etwa 1,5 Millionen Jahren hat der Homo Erectus, der Frühmensch, mit kleinem Gehirn sein Wissen zur Herstellung von Feuer und einfachen Werkzeugen an andere weitergegeben. Sonst wären wir jetzt nicht hier. Der Neandertaler hatte ein größeres Gehirn als er und auch als wir. Mit diesem Apparat machte er weitere wesentliche Erfindungen und Entdeckungen.

Gejagte Tiere wurden gehäutet, die Felle zu Kleidung zusammengenäht, Zelte und Wurfspeere wurden erfunden, wodurch er auch große Tiere jagen konnte. Die Nahrung wurde auf heißen Steinen gegart und dadurch die Übertragungen von Bakterien und Viren aus dem Tierreich vermindert. Trotz ihrer für die Menschheit so wesentlichen Erfindungen hat der kräftige Neandertaler nur immer mit einigen 100.000 Köpfen die Erde besiedelt. Seine Spur verlor sich vor etwa 30.000 Jahren.

Über die Gründe seines völligen Verschwindens wird viel spekuliert: Fehlende Resistenz gegen eine Viruspandemie oder gar ein Genozid durch den konkurrierenden Homo sapiens. Am wahrscheinlichsten für sein Aussterben scheinen unzureichende kollektive Maßnahmen und eine fehlende gemeinsame Anpassungsfähigkeit bei fortschreitender Klimaveränderung durch die Eiszeit vor ca. 30.000 Jahren zu sein.

Der damals parallel lebende Homo sapiens, der geselligere und grazilere Mensch mit dem kleineren Hirn aber guten kommunikativen und repetitiven Fähigkeiten machte es hingegen besser. Er bewegte sich südlicher in wärmeren Regionen. Bei ihm standen statt Renntierfleisch eher Beeren oder Früchte auf dem Speiseplan. Er ist ein Teamplayer und Kopierer geblieben. Wissen über neue Errungenschaften werden stets weitergereicht.

 

 

Gemeinsam gegen die Corona-Pandemie.
Auch ohne Bill Gates und Elon Musk?

Nun ist es an der Zeit, gemeinsam zu planen. Keinen Feldzug  gegen Konkurrenten, sondern gegen das Corona-Virus. Impfstoffe sind ja schon erfunden, das wirksamste Rezept oder auch mehrere wirksame Rezepte müssen weltweit ständig an den Virus-Mutationsstatus angepasst werden und für alle Homo sapiens zur Verfügung stehen, bestenfalls in einem Lizenzenzverfahren. Die Impfstoffe von AstraZeneca und BioNTech werden schon als Auftragsarbeit in den auf Massenproduktionen ausgelegten indischen Produktionsstätten hergestellt.

Diese Strategie der Weitergabe von Herstellungsrezepturen und Bauplänen nenne ich kollektive Abwehrkraft. Bezahlen könnte jeder Mensch pro Injektion mit 0,1 Prozent seines Bruttojahreseinkommens, oder seine Regierung übernimmt das für ihn. In Deutschland wären das ca. 3,9 Milliarden für die ersten zwei Impfdosen. Allein für die Bewältigung der Corona-Krise hat Deutschland der EU mehr als 500 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. In der EU kursiert ein Corona-Hilfspaket von 1.500 Milliarden Euro (1,5 Billionen Euro). Bei einem weltweiten Bruttosozialprodukt von 80 Billionen Euro müssten etwa 100 Milliarden Euro pro Jahr für Corona-Impfungen aller Menschen aufgebracht werden. Reiche Menschen oder auch reiche Länder könnten aber auch überproportional mehr in die gemeinsame „Kriegskasse“ zahlen.

Bill Gates, der Microsoft-Mitbegründer hat in seinem Leben bisher über 50 Milliarden Dollar gespendet, ein Teil davon ging an die WHO, ein Teil auch direkt in verschiedene weltweite Impfprojekte und in die Bekämpfung der Malaria. Elon Musk, der Mitbegründer von Paypal, Tesla und dem Raumfahrtunternehmen SpaceX soll Ende 2020 mit über 120 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Erde geworden sein. Behält er 20 Milliarden für sich, könnte er die ersten zwei Corona-Impfungen für alle Menschen spenden. Es gäbe dann einen weltweiten Slogan: „Thanks Elon“.

 

Better together.
Ein weltweites Impfprogramm

Die EU hat in der Corona-Krise gemeinsam offensichtlich zu wenig Impfstoff bestellt. Gemeinsam wird der Fehler korrigiert, die Weltengemeinschaft hat für alle viel zu wenig Impfstoff bestellt. Gemeinsam müssten jetzt wirksame Impfstoffe schnell für alle in Lizenzen bereitgestellt werden. Joe Biden hat den Austritt der USA aus der WHO rückgängig gemacht, das weltweite WHO-Impfprogramm wird von den USA somit wieder unterstützt.

 

Weitere Überlegungen für ein weltweites Impfprogramm:
COVAX und Corona-Impfungen – für alle!

COVAX ist eine Arbeitsplattform von 180 Ländern unter der Leitung von CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations), GAVI (Global Alliance for Vaccines and Immunisation) und der WHO (World Health Organisation), mit dem Ziel SARS-CoV-2 Impfstoffe für alle Menschen zugänglich zu machen. COVAX hat zum Beispiel mit BioNTech/Pfizer eine Abnahmevereinbarung von zunächst 40 Millionen Impfdosen abgeschlossen, ähnliche Vereinbarungen wurden bereits mit AstraZeneca getroffen, sowie mit weiteren Impfstoff-Herstellern in Vorbereitung.

Zwei Milliarden Impfdosen will COVAX 2021 für arme Länder zusammenbringen. Bis Februar 2021 wurden bisher 5,5 Milliarden Dollar eingesammelt, es fehlen für 2021 weitere etwa fünf Milliarden Dollar. Die Bundesrepublik Deutschland hat 100 Millionen Dollar bereits angewiesen. Es heißt Frau Merkel erkundigt sich regelmäßig und scheint um die Fortschritte der Impfkampagne besorgt zu sein.

 

Corona, die koordinierende Rolle der UNICEF

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, die UNICEF, ist erfahren mit der Verteilung von Impfstoffen über die gesamte Welt. Die Organisation bereitet im Februar 2021 die Organisation von Impfketten für die Corona-Impfungen in armen Ländern vor.

 

Spendenadressen für Corona-Hilfe:

Corona-Nothilfe weltweit ist ein Bündnis von 23 deutschen Hilfsorganisationen. Hygienekits werden ausgeteilt, Handwaschstellen eingerichtet und Aufklärung finanziert. Horst Köhler und Heiko Maas sind Schirmherren.

Spendenkonto:

Bank für Sozialwirtschaft.

IBAN: DE62 3702 0500 0000 102030

BIC: BFSWDE33XXX

Spendenstichwort: Corona-Nothilfe weltweit

www.aktion-deutschland-hilft.de

 

Corona-Spende über Unicef

Auf dem Link finden sie Hilfspakete, die sie spenden können: 30 Euro für 150 Stück Seife, 82 Euro für 350 Paar Einmalhandschuhe für Mitarbeitende in Gesundheitszentren und Kliniken, 150 Euro für Aufklärungsarbeit

Zahlungsart und Spendenvolumen können sie auf folgendem Link auswählen:

www.unicef.de

 

Spenden macht glücklich und schützt vor Corona. Sagt der Autor Dieter Mainka.

15.2.2021

Dieter Mainka

 

 

 

 

 

 

 

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