Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter
 

Corona – über das Trinkwasser?

Viele Verbraucher ängstigen sich, ob ihr Trinkwasser auch in Zeiten von Corona sauber und virenfrei ist. Wir klären auf.

Wir haben gelernt, dass die Übertragung von Corona größtenteils als sogenannte Tröpfcheninfektion geschieht. Da liegt die Frage nahe, ob der Virus auch über das Trinkwasser übertragen werden kann.

Grundlegendes zur Infektion mit Corona

Zuerst einmal: Bei einer Tröpfcheninfektion handelt es sich um eine Ansteckungsform, bei der ein erregerhaltiges Sekret aus den Atemwegen eines Lebewesens auf andere übertragen wird. Das geschieht durch den direkten Kontakt als sogenannte Tröpfcheninfektion. Darüber hinaus spricht man bei einer Übertragung durch die Luft von einer aerogenen Übertragung.

 

Risikominimierung


Ja, wer zuhause bleibt und derart soziale Kontakte minimiert, verringert zugleich auch das eigene Risiko einer Corona-Infizierung. Daneben sind sich eigentlich alle anerkannten Experten und Wissenschaftler einig, dass eine Übertragung des Virus über die Einnahme von Leitungswasser, auch von nicht abgekochtem, als ungefährlich zu betrachten ist.

Prinzipiell ist Trinkwasser in Deutschland ständigen Kontrollen unterworfen und genießt einen sehr guten Ruf. Immer wieder bestätigt sich dieser, wenn Trinkwasser aus dem Wasserhahn mit Wassersorten aus dem Einzelhandel verglichen wird. Selbst teure Marken und berühmte Wasserquellen kommen bei diesen professionellen Tests nicht an die Reinheit des normalen Trinkwassers heran.

 

Sauberes Trinkwasser: Corona im Grundwasser?


Aktuell sorgen sich manche Mitbürger über den Umstand, dass Trinkwasser in aller Regel aus dem anfallenden Grundwasser gewonnen wird. Aber sie können sich beruhigen, denn unser Wasser verläuft sich sehr lange im Bodenbereich, wo es bestens gegen Verunreinigungen und Viren geschützt ist. Darüber hinaus wenden die Trinkwasserversorger zur Aufbereitung des Wassers schließlich ein mehrstufiges und besonders desinfizierendes Verfahren an. Die Fachwelt spricht hier von einem sogenannten Multibarrieren-System. Praxiserfahrung wie auch Forschungsergebnisse zeigen, dass dieses System besagte Viren besonders effektiv eliminiert.

Trinkwasser

Trinkwasser ist wichtig. (Bildquelle Adobe Stock)

Corona und Abwasser?
Immer wieder gab es Berichte, wonach Corona auch über den Stuhl einer infizierten Person übertragen werden kann. Hierbei schätzt jedoch das Umweltbundesamt ein solches Risiko als gering ein und verweist in diesem Zusammenhang auch auf den Umstand, dass derzeit kein einziger Fall einer solchen Übertragung bekannt geworden ist. So ist eine Verunreinigung des Trinkwassers unwahrscheinlich.

Regeln, die jetzt besonders fürs Abwasser gelten

So können Sie das Trinkwasser vor Verunreinigung schützen: Gerade in der jetzigen Zeit sollten Sie weder Taschentücher noch Küchenpapier oder aber feuchtes Toilettenpapier in der Toilette entsorgen. Denn all diese Materialien können sich im Wasser nur schwer zersetzen. Hierbei handelt es sich um einen Umstand, der zu technischen Problemen innerhalb der Abwasseranlagen führen kann. Zum Beispiel können derart sogar Pumpen lahmlegt werden. Prinzipiell führen aber solche Vorgänge zu zusätzlichen Reinigungseinsätzen.

Unser Trinkwasser Tipp

Prinzipiell sollten Sie Trinkwasser morgens laufen lassen. Dies gilt besonders in Altbauten, deren Rohre oftmals noch aus Blei bestehen, was das Wasser ganz allgemein zu sehr belastet. Eigentlich gilt für alle: Das Trinkwasser sollte so lange fließen, bis es deutlich kühler geworden ist – erst danach handelt es sich um „frisches Wasser“.

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