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Diese Vorräte sollte man im Haus haben

Niemand steht gerne mit leerem Magen da. Deswegen rät die Bundesregierung, immer eine gewisse Menge an Lebensmitteln als Vorrat im Haus zu haben. Unsere Tipps zu Einkauf und Lagerung.

 

Nein, das ist kein Aufruf zu Hamsterkäufen! Doch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) empfiehlt den Bürgern schon seit einigen Jahren, einen Notvorrat an Lebensmitteln für zehn Tage im Haus zu haben. Das ist ein grundsätzlicher Rat, der unabhängig von Corona auch für andere Fälle gilt, wie beispielsweise Überschwemmung oder Stromausfall.

 




Aber jetzt in der Corona-Krise kann es tatsächlich sinnvoll sein, sich mit einem Grundstock an Essen und Trinkwasser einzudecken. Konkret: Wer beispielsweise unter dem Verdacht steht, sich mit dem Virus infiziert zu haben, muss eine Zeitlang zu Hause bleiben und darf nicht einkaufen. In einem solchen Fall ist es praktisch, wenn Kühlschrank, Eisfach, Schränke und Regale gefüllt sind. Das bedeutet wiederum nicht, dass man dafür Supermarktregale leer räumen muss.

 

Vorräte in Zeiten von Corona

Kaufen Sie mit Bedacht ein. Dann sind Sie auch in Krisenzeiten immer gut versorgt. (Quelle Adobe Stock)

Die Checkliste der Bundesregierung

Der „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ des BKK enthält eine Checkliste für den Lebensmitteleinkauf sowie eine Reihe von Tipps, wie man sich auf Notfälle vorbereiten und bei Notfällen verhalten soll, zum Beispiel bei Unwettern, Feuer oder Hochwasser.

 

Die Einkaufsliste enthält einen Lebensmittelvorrat, mit dem eine Person zehn Tage ohne Einkaufen auskommen kann (2200 Kalorien pro Tag):

 

    • Getreide und Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis: 3,5 Kilogramm
    • Gemüse, Hülsenfrüchte: 4 Kilogramm
    • Obst, Nüsse: 2,5 Kilogramm (Obst frisch, im Glas oder in der Dose)
    • Milch, Milchprodukte: 2,6 Kilogramm
    • Fisch, Fleisch, Eier bzw. Volleipulver: 1,5 Kilogramm
    • Fette, Öle: 0,357 Kilogramm
    • Sonstiges nach Belieben zum Beispiel Zucker, Honig, Marmelade, Süßigkeiten, Fertigprodukte

 

Dazu Getränke: Das BKK rät, mit je zwei Litern Flüssigkeit pro Tag und Person zu rechnen. Geeignet sind Mineralwasser, Fruchtsäfte und Getränke, die sich lange lagern lassen.

 

Konkrete Beispiele liefert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unter www.ernaehrungsvorsorge.de. Dort gibt es auch einen praktischen Vorratskalkulator, mit dem Sie Ihren persönlichen Verbrauch für einen bis 28 Tage berechnen können.

 

Tipps für den Einkauf – in Zeiten von Corona

 

    • Keine großen Experimente: Achten Sie bei der Auswahl der Lebensmittel vor allem darauf, dass das Eingekaufte lange hält und der Familie schmeckt.
    • Apropos: Wer isst mit? Denken Sie an eventuelle Allergien und vergessen Sie auch die Haustiere nicht.
    • Neu gekaufte Lebensmittel ganz nach hinten ins Regal stellen und die älteren Produkte zuerst verbrauchen.
    • Gewappnet für einen Stromausfall: Die Lebensmittel sollten auch ohne Kühlung länger halten. Und es sollte natürlich auch genug dabei sein, was man auch kalt essen kann. Aufgetautes heißt es dann schnell zu verbrauchen!
    • Wer einen Campingkocher oder eine ähnliche alternative Kochgelegenheit besitzt, ist bei Stromausfall fein raus.

 

Kühlschrank mit Dosen

(Quelle Adobe Stock)

Tipps für Auswahl und Lagerung der Vorräte

    • Nudeln und Reis eignen sich bestens für den Vorrat, weil beides lange hält. Vorsicht: Bereits gekochter Reis hält bei Zimmertemperatur nicht lange. Also kalt stellen oder schnell aufessen.
    • Lange haltbare Vitamine: Gemüse wie Kartoffeln, Zwiebeln, Kohl, Sellerie und Karotten halten bei richtiger Lagerung lang. Beim Obst sollten Sie bei Äpfeln, Birnen und Zitrusfrüchten zugreifen. Alternative: Trockenfrüchte.
    • Faustregel: Je größer der Wassergehalt und die Oberfläche einer Obstsorte ist, desto anfälliger ist diese für Schimmel. Sollte doch etwas schimmeln, dann hilft nur die Entsorgung.
    • Verbrauchs- versus Mindesthaltbarkeitsdatum: Joghurt und andere Milchprodukte halten meist deutlich länger als das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum vorgibt. Tipp: Daran riechen und probieren. Wenn etwas verdorben ist, merkt man das sofort.
    • Bei Hackfleisch, Fisch oder Geflügel muss man sich dagegen strikt an das Verbrauchsdatum halten. Hier heißt die Devise: durchgehend kühlen und bald verbrauchen. Tipp: Erst braten oder kochen, dann aufbewahren. Dann ist man auf der sicheren Seite.



Ein kurzes Fazit

Corona-Krise hin oder her: Eine vernünftige Vorratshaltung lohnt sich immer, also nicht nur in Krisenzeiten. Das gilt übrigens auch für Medikamente. Wer gut gerüstet ist, macht sich zudem weniger Sorgen. Sorgen Sie daher mit Bedacht vor!

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