Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter
 

Kinder beschäftigen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise hat den Alltag von Familien durcheinander gewirbelt. So kommen Sie durch den Tag.

 

Die Corona-Krise geht an Familien mit Kindern nicht vorüber. Der übliche Alltag ist durchbrochen: Morgens keine Schule oder Kita, nachmittags gab es schon lange kein Date mehr mit Freunden und Fußball oder Ballett fällt auch aus – und keiner weiß im Moment, für wie lange. Die Eltern sind plötzlich viel mehr zu Hause und im Fernsehen sieht man Bilder von Menschen mit Atemmaske und Schutzanzügen. Das verunsichert viele Kinder und mit dieser Verunsicherung geht jedes Kind anders um, das ist natürlich auch eine Altersfrage.

 

Und der neue Alltag hat auch einen weiteren Aspekt: Ohne Freunde und gewohnte Beschäftigung ist es todlangweilig! Größere Kinder sind immerhin stundenweise mit Home-Learning beschäftigt, denn die meisten Schulen versorgen die Schüler mit Unterrichtsmaterial für zu Hause. Aber dann? Wie gehen Familien mit der neuen Situation um? Gerade dann, wenn die Eltern selbst arbeiten müssen und wenig Zeit für ihre unterbeschäftigten Sprösslinge haben.

 

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) hat einen Ratgeber „COVID-19: Tipps für Eltern“ herausgegeben. Das hilft:

 

Corona-Krise: Lage erklären

Sprechen Sie mit Ihren Kindern. Erklären Sie ihnen altersgerecht, um was es bei der Corona-Krise geht, und wie man sich vor einer Infektion mit dem Virus schützen kann. Zeigen Sie ihnen, wie man gründlich seine Hände wäscht und beim Einseifen Lieder singt oder summt. Vermitteln Sie den Kindern auch, warum sie derzeit Großeltern und Freunde nicht treffen dürfen.

 

Familien können sich beim Erklären auch helfen lassen, zum Beispiel von „ZDFtivi logo!“, wo der ganze Themenkomplex kindgerecht aufbereitet wird. Haben Sie Geduld und antworten Sie auf die Fragen. Es werden sicherlich viele kommen….

Familien Kinder Corona-Krise: Mutter mit ihrem Kind übt das Waschen der Hände.

Mutter mit Kind üben das Händewaschen. (Bildquelle Adobe Stock)

Strukturen im Alltag von Familien

Kinder sind einen strukturierten Tagesablauf gewöhnt. Struktur bedeutet Halt. Deshalb sollten Sie die Schlaf- und Essenszeiten Ihrer Kinder auch in Zeiten der Corona-Krise – soweit es geht – beibehalten, auch klare Regeln für Arbeit/Lernen und Freizeit/Spiel festlegen. Aber immer drinnen hocken, macht jedes Kind auf Dauer verrückt. Also sollten Familien für regelmäßig für Abwechslung und Bewegung sorgen, am besten an der frischen Luft – mit ausreichendem Abstand zu anderen Kindern. (Warum das so sein muss, wissen sie ja jetzt…)

Wie kommen Kinder mit häuslicher Quarantäne klar?

Das ist noch einmal eine besonders schwierige Situation für Familien, denn hier kann es sein, dass die im Haushalt lebenden Personen während der Corona-Krise voneinander separiert werden müssen und Körperkontakt für eine Weile nicht möglich ist.  So können Sie Ihren Kindern helfen:

 

  • Lassen Sie sie regelmäßig mit Großeltern und Freunden telefonieren oder sich über soziale Medien austauschen, eventuell geht auch ein Videochat.
  • Achten Sie besonders auf gesundes Essen. Aber nicht übertreiben: Lieblingsessen sind hin und wieder erlaubt.
  • Lassen Sie Ihre Kinder ruhig im Haushalt helfen, zum Beispiel Wäsche aufhängen oder aufräumen. So fühlen sie sich wichtig und gebraucht, außerdem haben sie im Moment ja mehr Zeit als sonst.
  • Seien Sie kreativ: Bewegung geht auch im Wohn- oder Kinderzimmer. Bauen Sie beispielsweise einen Parcours über Sofa, Tisch und Stühle. Oder holen Sie das gute alte Gummitwist wieder heraus. Vielleicht fällt Ihren Kindern ja auch etwas ein.
  • Basteln Sie gemeinsam eine Art Adventskalender, in dem die Tage der Quarantäne abgehakt werden können.
  • Und schließlich: Bleiben Sie selbst positiv und gelassen, das überträgt sich auch auf die Kinder.

 

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