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Für Habermas ist Corona etwas sehr Besonderes

In einem Interview mit dem deutschen Soziologen Jürgen Habermas im April 2020 mit der Frankfurter Rundschau geht der deutsche Soziologe und Philosoph auf das Thema Corona Krise, Religion und Glauben ein.

 

Daneben weist er bezüglich der weltweiten Pandemie darauf hin, dass immer schon existentielle Unsicherheiten existierten. Jedoch gab es keine solche Krise, die sich wie in Zeiten von Corona weltweit in den Köpfen der Menschen so sehr einstellte.

Darüber hinaus geht Jürgen Habermas auf sein neuestes Buch „Auch eine Geschichte der Philosophie“ ein. Darin ist er unter anderem an der Frage interessiert, was man aus dem Diskurs über Glauben und Wissen lernen kann.

Er stellt klar, dass die zentralen Gehalte religiöser Überlieferungen in einer nachmetaphysischen Zeit für alle Gläubigen eine universale Grundlage bilden. Die Gleichberechtigung eines Jeden ist dabei seiner Meinung in der Zeit der Pandemie ein tatsächlich besonderes Thema.

 

 

Philosoph und Soziologe Habermas sieht in Corona eine besondere Krise. Hier ist die Gleichberechtigung eines Jeden in der Zeit der Corona-Krise ein wichtiges Thema.

Aus wissenschaftlichen Theorien folgt technisch verwertbares, aber kein normatives, kein handlungsorientierendes Wissen.
Jürgen Habermas

 Gesprochener Beitrag über Habermas und seine Einordnung

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Habermas gilt mit Adorno und Horkheimer als der Begründer der Frankfurter Schule & Kritischen Theorie. Zusammen wurde dort die neomarxistische Philosophie des 20. Jahrhunderts erarbeit und ausgeformt. Besonders ist Habermas in diesem Zusammenhang für seine Kommunikationsphilosophie bekannt.

 

 

 

 

Über Jürgen Habermas

Jürgen Habermas ist ein deutscher Soziologe und Philosoph. Er kam am 18. Juni 1929 in Düsseldorf zur Welt. Zur zweiten Generation der Frankfurter Schule gehörend, war er Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt am Main.

Vor allem wurde er durch Arbeiten zur Sozialphilosophie mit diesbezüglichen diskurs-, handlungs- und rationalitätstheoretischen Fachbeiträgen bekannt. Neben den rein wissenschaftlichen und fachspezifischen Diskursen bringt er sich oft in aktuelle politische Debatten ein. Oftmals handelt es sich hierbei um Themen wie Eugenik, Religion oder die Verfassung Europas.

Während seiner Zeit als Professor für Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt/Main (1964-1971) wurde er zum bekanntesten Vertreter der Frankfurter Schule. Seine Theorien rückten ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit. Zugleich ging er zunehmend auf Distanz zu radikalen Studentengruppen.

Link:
https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/juergen-habermas-coronavirus-krise-covid19-interview-13642491.html

 

 

 

 

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