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Für Habermas ist Corona etwas sehr Besonderes

In einem Interview geht der deutsche Soziologe und Philosoph auf das Thema Religion und Glauben ein. Daneben weist er bezuüglich der Pandemie darauf hin, dass es immer schon existentielle Unsicherheiten gab.

Jedoch gab es keine solche Krise, die sich wie in Zeiten von Corona weltweit in den Köpfen der Menschen so sehr einstellte. Darüber hinaus geht Jürgen Habermas auf sein neuestes Buch „Auch eine Geschichte der Philosophie“ ein. Darin ist er an der Frage interessiert, was man aus dem Diskurs über Glauben und Wissen lernen kann. Er stellt klar, dass die zentralen Gehalte religiöser Überlieferungen in einer nachmetaphysischen Zeit für alle Gläubigen eine universale Grundlage bilden. Die Gleichberechtigung eines Jeden ist dabei seiner Meinung in der Zeit des Virus, also der Corona-Krise, ein besonderes Thema.

Veröffentlichung:
Frankfurter Rundschau

Link:
https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/juergen-habermas-coronavirus-krise-covid19-interview-13642491.html

Datum:
10.04.2020

 

 

Über Jürgen Habermas

Jürgen Habermas ist ein deutscher Soziologe und Philosoph. Er kam am 18. Juni 1929 in Düsseldorf zur Welt. Zur zweiten Generation der Frankfurter Schule gehörend, war er Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt am Main. Vor allem wurde er durch Arbeiten zur Sozialphilosophie mit diesbezüglichen diskurs-, handlungs- und rationalitätstheoretischen Fachbeiträgen bekannt. Neben den rein wissenschaftlichen und fachspezifischen Diskursen bringt er sich oft in aktuelle politische Debatten ein. Oftmals handelt es sich hierbei um Themen wie Eugenik, Religion oder die Verfassung Europas. Während seiner Zeit als Professor für Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt/Main (1964-1971) wurde er zum bekanntesten Vertreter der Frankfurter Schule. Seine Theorien rückten ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit. Zugleich ging er zunehmend auf Distanz zu radikalen Studentengruppen.

 

 

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