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Hygiene-Tipps beim Einkaufen

Das Einkaufen von Lebensmitteln ist weiterhin erlaubt. Wer seinen Wagen durch die Supermarktgänge schiebt, muss hierbei einiges beachten.

 

„Ach, die Tomate ist matschig, ich nehme eine andere“, oder „Der Apfel hat Druckstellen, den kann ein anderer kaufen“. Schon immer wird loses Obst und Gemüse im Supermarkt von Kunden in die Hand genommen und geprüft. Das war für andere Kunden auch schon immer unangenehm. In Zeiten von Corona erscheint dieses Anfassen von Lebensmitteln nochmal in einem ganz anderen Licht.

 

Darf ich im Supermarkt unverpackte Lebensmittel anfassen?

Nicht nur unverpacktes Obst, auch Bargeld, die Griffe von Einkaufswagen sowie Schachteln, Dosen, Flaschen und Tuben aus den Supermarktregalen werden von Kunden berührt. Das lässt sich auch gar nicht vermeiden. Deshalb gelten bei und nach dem Einkauf im Supermarkt die allgemeinen Hygieneregeln wie Abstand halten und Hände waschen umso mehr.

 

Einkaufen und Corona

Die Supermärkte haben eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um ihre Mitarbeiter zu schützen.

Kann ich das lose Obst und Gemüse später bedenkenlos essen?

„Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen auf anderem Weg, etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben“, schreibt das Bundesamt für Risikobewertung (BfR).

 

Dennoch sollte man Äpfel, Birnen, Gurken und Paprika zu Hause gründlich waschen – das gilt nicht nur in Zeiten von Corona. Tun Sie das einfach mit erhöhter Sorgfalt! Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sein Obst und Gemüse – wo möglich – auch vor dem Essen schälen. Kartoffeln und viele andere Gemüsesorten werden vor dem Verzehr meist gekocht oder gebraten, auch das tötet die Viren ab.

Kann man die Lebensmittelverpackungen im Laden anfassen?

Ja, das geht wohl auch kaum anders. Zuhause sollte man sich aber sofort die Hände gründlich mit Seife waschen. Wie das geht, lesen Sie hier. Wer sicher gehen will, kann Tüten und Flaschen auch mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel abreiben. Oder man füllt Müsli, Kekse, Nüsse oder Nudeln zu Hause gleich in Vorratsgläser oder -behälter um. Das ist virenfrei und sieht zudem schön und ordentlich aus.

 

Einkaufen und Corona

Viele Geschäfte bevorzugen derzeit Kartenzahlung. Aber die Gefahr, sich über Bargeld anzustecken, ist gering.

Woran muss ich im Supermarkt noch denken?

Die oberste Regel lautet hier wie überall im öffentlichen Raum: Sich selbst und andere vor einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen. Deshalb sollten Sie vor allem genügend Abstand zu anderen Menschen halten. Die meisten Supermärkte (und auch Bäckereien, Metzger etc.) haben  hier selbst bereits Maßnahmen ergriffen, etwa Abstandsmarkierungen am Boden oder ein „Spuckschutz“ an der Kasse.

In die Armbeuge husten oder niesen ist das nächste wichtige Gebot. Dazu schreibt das BfR: Grundsätzlich könnten Corona-Viren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Oberflächen gelangen und eine Zeit lang überleben. „Eine Schmierinfektion einer weiteren Person erscheint dann möglich, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird.“ Daher ist während des Einkaufs Disziplin gefragt: Hände weg vom Gesicht! Und zu Hause sofort Hände waschen….

 

Einkaufen und Corona

Beim Einkaufen sollte man am besten nur das anfassen, was man wirklich kaufen will.

Sollte ich lieber nach dem Einkaufe mit Bargeld oder mit Karte zahlen?

Münzen und Scheine gelten als Virenschleudern. Sie werden ständig von Hand zu Hand weitergereicht, Viren und Keime bleiben daran haften. Allerdings ist die Konzentration der Erreger auf den Oberflächen zu gering, um für Menschen gefährlich zu werden.

 

Wer mit seiner Karte zahlen will, muss zum Eingeben der Geheimzahl auch die Tastatur am Kartenlesegerät berühren, damit ist also nichts gewonnen. Ausnahme: kontaktloses Bezahlen.

 

Deshalb kann man an der Kasse sein Zahlungsmittel weiterhin frei wählen. Wer seine Einkäufe mit Bargeld begleicht, sollte den direkten Handkontakt mit dem Kassierer vermeiden. Allerdings tragen die Angestellten in fast allen Märkten sowieso mittlerweile Einmalhandschuhe.

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