Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter
 

Impfrisiken der SARS-CoV-2-Impfungen für Jugendliche und Kinder

Bis Anfang Mai 2021 gab es etwa 3,5 Millionen registrierte SARS-CoV-2-Infektionen in Deutschland, davon etwa 400.000 bei jungen Menschen unter 19 Jahren. Gemeint sind damit Kinder und Jugendliche. Jedoch war der Infektionsverlauf bezüglich Corona bei den unter 19-Jährigen oft unbemerkt, ansonsten äußerst selten gefährlich oder tödlich. Wir beleuchten die genaueren Hintergründe wie auch vorliegende Zahlen und Statistiken. Daneben gehen wir auf Impfungen für Kinder und Jugendliche ein – wie auch das Impfrisiko.

Anfang Mai 2021 kündigt Gesundheitsminister Spahn (CDU) bis Ende der Sommerferien auch ein Impfangebot für Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren an. Dies geschah obwohl eine gewisse Herdenimmunität durch die Impfungen in Deutschland erreicht sein könnte – und bei einigen Impfstoffen bei den Jüngeren Nebenwirkungen mit Todesfolge registriert sind.

Zu den wichtigsten Fakten: Die Zulassungsstudie von BioNTech/Pfizer für Kinder erfasst lediglich 1.130 Kinder zwischen 12 und 16 Jahren in der Impfgruppe. In der für Erwachsene waren es etwa 20.000 Impflinge. Die jungen Impflinge könnten mehr Nachteile als Vorteile durch eine Impfung erleiden – man bewahre sie davor.

 

Gefahr für Kinder und Jugendliche durch Corona in Deutschland

Bis April 2021 hat Deutschland 11 Kinder und Jugendliche durch oder mit einer SARS-CoV-2-Infektion zu beklagen. Von den Corona-Infektionen bei Kindern und Jugendlichen waren am häufigsten die 15- bis 19-Jährigen betroffen, etwa 150.000. Insgesamt kam es bei knapp 2000 Jugendlichen (und Kindern) zu einer stationären Behandlung, 68 Minderjährige wurden intensivpflichtig und 11 verstarben. Die schweren Verläufen von COVID-19 erlitten überwiegend Kinder mit schweren Vorerkrankungen und Behinderungen.

 

Myocarditis durch Corona-Impfung nur bei jungen Menschen?

In Israel sind bis Anfang Mai 2021 von 9,3 Millionen Einwohnern etwa 60 Prozent der Bürger mit dem Impfstoff Comirnaty von BioNTech / Pfizer geimpft. In der Altersgruppe bis 30 wurde eine höhere Rate an Herzmuskelentzündungen (Myocarditis) registriert als erwartet. 62 Fälle sind festgestellt worden, die meisten davon bei jungen Männern zwischen 18 und 30 Jahren. Zwei Betroffene sind verstorben, eine 22-Jährige und ein 35-Jähriger, beide ohne Vorerkrankungen. Die Entzündung war meistens nach der zweiten Impfdosis aufgetreten. Ähnliche Meldungen aus anderen Ländern liegen nicht vor, dort sind aber bisher auch vergleichsweise wenige junge Menschen geimpft worden.

Bis Anfang Mai 2021 wurden weltweit etwa 260 Millionen Dosen Comirnaty verabreicht. Eine auffällige Häufung von Herzmuskelentzündungen bei Geimpften im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung sieht die Firma BioNTech zurzeit nicht, ein Zusammenhang mit der Impfung sei nicht nachgewiesen.

 

Impfrisiko: Nach AstraZeneca-Impfung
kommt es zu Hirnvenenthrombosen vermehrt bei jungen Menschen

Nach der SARS-CoV-2-Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca wurden dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bis zum 15 April 2021 59 Fälle von Hirnvenenthrombosen gemeldet, davon 45 Frauen und 14 Männer.

Alle erkrankten nach der ersten Impfung innerhalb eines Monats bei bis dahin 4,2 Millionen verabreichten AstraZeneca-Erstimpfungen. Sechs Frauen und Sechs Männer verstarben. In Großbritannien sind 168 schwere Blutgerinnsel mit 32 Todesfällen gemeldet bei 21 Millionen geimpften Menschen.

Wenn man die 14 Millionen Kinder und Jugendlichen in Deutschland mit diesem Impfstoff geimpft hätte, könnten bei gleichen angenommenen Impfrisiken wie bei Personen zwischen 20 und 60 Jahren ca. 25 Minderjährige allein an einer Thrombose durch die Impfung mit AstraZeneca verstorben sein.

 

Hirnvenenthrombosen auch unter Comirnaty

Die deutsche Gesellschaft für Neurologie hat die Fälle von stationär behandelten Patienten mit Hirnvenenthrombosen und Schlaganfällen nach Corona-Impfung bis Anfang April 2021 zusammengestellt und die Ergebnisse unter anderem in der Pharmazeutischen Zeitung veröffentlicht.

Bei 62 von 87 Meldungen ist ein Zusammenhang mit den Corona-Impfungen wahrscheinlich. Mindestens bei der Hälfte dieser Fälle liegt den Ereignissen eine durch die Impfung ausgelöste immunologische Fehlsteuerung des Gerinnungssystems einschließlich einer Verminderung der Gerinnungsplättchen, eine sogenannte Vakzine induzierte immunogene thrombotische Thrombozytopenie (VITT), zugrunde.

Diese spezielle Komplikation, bei der Antikörper gegen einen Plättchenfaktor (PF4) gebildet werden, scheint ausschließlich bei Vektorimpfstoffen wie dem von AstraZeneca oder Johnson & Johnson aufzutreten, nicht aber bei den mRNA-basierten Impfstoffen wie z. B. Comirnaty. 53 Fälle traten nach der Impfung von 4,6 Millionen Dosen von AstraZeneca und neun nach Impfung von 16,2 Millionen Dosen von BioNTech / Pfizer auf. Bei 1,2 Millionen Dosen von Moderna ist bisher kein vergleichbares Ereignis gemeldet. In etwa 95 Prozent der Fälle traten die Ereignisse nach der ersten Gabe des Impfstoffes auf. 77 Prozent der Betroffenen waren unter 60 Jahre alt. Von den 45 Menschen mit einer Hirnvenenthrombose waren 77 Prozent weiblich und 80 Prozent unter 60 Jahre alt.

 

Impfung für Jugendliche mit Pflaster

AstraZeneca: Impfrisiko für Impfkomplikationen im Gehirn höher 

Das Risiko nach einer Impfung mit AstraZeneca an einer Impfkomplikation mit Hirnvenenthrombose oder Schlaganfall zu erkranken, liegt bei etwa 12 zu 1 Millionen geimpfter Menschen und nach einer Impfung mit dem Impfstoff von BioNTech-Pfizer bei etwa 0,8 zu 1 Millionen.

Da diese Impfnebenwirkung durch den AstraZeneca-Impfstoff häufiger bei jüngeren Frauen auftritt, liegt die Komplikationsrate mit Thrombosen im Gehirn bei unter 30-jährigen Frauen über 1 zu 100.000. Das Risiko an der Impfung zu versterben könnte für diese Altersgruppe höher sein, als an COVID-19 zu versterben. Aus diesem Grund empfehlen britischen Behörden diese Impfung nicht mehr für Menschen unter 30, die Behörden in den USA haben diesen Impfstoff erst gar nicht zugelassen.

 

 BioNTech Impfstoff in USA und Kanada für Jugendliche ab 12 Jahren

In den USA wurde die Notfallzulassung für den BioNTech / Pfizer Impfstoff, welcher bisher für Personen ab 16 galt, auf Kinder von 12 bis 16 erweitert, bereits zuvor war diese Zulassung für Kinder ab 12 Jahren in Kanada erfolgt. In der Zulassungsstudie von BioNTech / Pfizer mit 2260 Kindern bekam von den 1130 Kindern in der Impfgruppe keines eine Infektion mit dem Coronavirus, in der Kontrollgruppe ohne Impfung erkrankten hingegen 18 Kinder.

Der Impfstoff sei ähnlich wie bei den 16- bis 25-jährigen gut verträglich. Die Antikörperantwort stellt sich robust dar. Der Antrag auf Zulassung in Europa wurde im Mai 2021 bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) eingereicht. Eine Entscheidung darüber soll im Juni getroffen werden. Die Notfallimpfung in den USA impliziert die Übernahme von Haftungen durch den Staat.

 


Informationen zur Impfreihenfolge
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Informativer Film der ARD zu Impfungen von Minderjährigen, Jugendlichen und Kindern bezüglich Corona.


Impfrisiko: BioNTech-Impfung für Kinder vom 6. Lebensmonat bis zum 11. Lebensjahr

Diese Impfstudie wurde im April 2021 mit einem Prüfplan mit der Verabreichung von zwei Dosen im Abstand von 3 Wochen gestartet. Wäre nicht zunächst eine Studie nur an Kindern mit erhöhtem COVID-19 Risiko sinnvoll gewesen?

Risiken für Kinder erst bei hohen Impfraten sichtbar oder auszuschließen

Die Zulassungsstudien von Corona-Impfstoffen erfolgten mit hohen Zahlen von Studienteilnehmern, etwa 40.000 Menschen je Studie, also 20.000 welche den Impfstoff erhalten. Ereignisse wie Thrombosen mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 100.000 durch Corona-Impfungen blieben aber selbst bei diesen Studien mit hohen Fallzahlen in den Zulassungsstudien unentdeckt. Die Studien bei Kindern sind mit viel geringerer Fallzahl erfolgt. Da bei Kindern das Risiko, an einer SARS-CoV-2-Infektion schwerwiegend zu erkranken, sehr gering ist, halte ich die Impfung von Kindern zunächst für unverhältnismäßig. Impfnebenwirkungen und seltene Nebenwirkungen oder gar Langzeitschäden durch die Impfungen können bei der kleinen Anzahl von Studienteilnehmern und der nur kurzen Beobachtungsdauer von wenigen Monaten nicht sicher beurteilt werden. Das Risiko-Nutzen-Verhältnis könnte für Kinder negativ ausfallen, zumal die Corona-Inzidenz in Westeuropa im Mai 2021 stark rückläufig ist.

 

Herdenimmunität – ohne Impfung von Kindern

Sehr wahrscheinlich wird eine gewisse Herdenimmunität auch durch eine Impfung der Menschen über 30 erreicht. Es erscheint mir nicht sinnvoll, Kinder zu impfen, um etwa ungeimpfte Erwachsene vor einer Corona-Infektion zu schützen. Auch das Argument, Mutationen durch Impfungen von Kindern zu vermeiden, ist bei der weltweit noch sehr geringen Rate an Impfungen bei Erwachsenen zunächst nicht haltbar.

 

Keine Diskriminierung von ungeimpften Kindern

Im Mai 2021 kommt es zu ersten Freiheiten von Geimpften. Wenn den jüngeren Menschen in Deutschland kein Impfangebot gemacht werden kann ist das eine Diskriminierung von Jüngeren. In den USA müssen Geimpfte bereits Anfang Mai 2021 keine Masken mehr tragen. Allerdings haben dort nun alle Erwachsenen ein Impfangebot erhalten.

Masken in der Schule? Das wäre für alle Schüler zu diskutieren, aber es ist außerhalb der Schule inakzeptabel, wenn wiederum Geimpfte solche nicht tragen müssen. Dort haben sich die Älteren selbst durch Impfschutz oder mit Maske zu schützen.

 

Keine Impfungen von Kindern
mit Ausnahme von solchen mit hohen COVID-19-Risiken

Also, keine Impfung von Kindern nur zur Herstellung eines Normalgefühls! Aber individuelle Entscheidungen zu Impfungen bei Kindern mit Risiken für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung. Aufgrund der geringen Datenmengen der Impfstudien erscheint nur eine Notfallzulassung für Impfungen von Kindern zum jetzigen Zeitpunkt möglich, für Impfrisiken wäre somit, wie in den USA, der Staat haftbar.


Die Corona-Impfung für Kinder
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Ist eine Corona-Impfung bei Kindern sinnvoll? Zuerst einmal gibt es bislang keine zugelassenen Corona-Impfstoffe für die unter 16-Jährigen (Stand Mai 2021). Andererseits laufen bei vielen Herstellern entsprechende Studien. Viele Experten rechnen daher mit einem oder mehreren Impfstoffen für Kinder und Jugendlich in den nächsten Monaten. Wie ist das einzuschätzen? Und wie würde es sich auf die Herdenimmunität auswirken? Film vom 17.04.2021.


Schüler impfen. Ja oder nein?

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Der WDR-Film vom 31.03.21 geht der Frage nach, ob es sinnvoll ist, Schüler zu impfen. Welche Faktoren sind dabei entscheidend und was sagen die Hersteller selbst über die Möglichkeiten?

 

 

 

 

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