Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter
 

We call it Lockdown

Lockdown? Ja, das ist Englisch

Wer den Krieg gewinnt, ist sexy. Das weiß nicht nur Sylvester Stallone alias Rocky im Muskelshirt, sondern wusste ganz Deutschland bereits in den 50er-Jahren – und feierte dann mit Elvis schon wieder einen von drüben als King. Fast könnte man schlussfolgern, dass unsere Geschichte aktuell ganz anders aussehen würde, wenn jener Obama zufällig in einem Vorort von Stuttgart geboren wäre.

(Bildquelle Adobe Stock)

Zugegeben, das war eine lange Einleitung, um zum eigentlichen Thema zu kommen, welches da heißt: Nicht nur Sieger sind sexy, sondern eben deren Sprache auch. Letzteres liegt inmitten der Corona Krise eigentlich auf der Hand, denn jenes Wörtchen „Lockdown“ ist derzeit in aller Munde. Dies eindeutig häufiger als der tatsächliche Virus. Mehr noch, fast schon süßlich wird dieses „Lockdown“ oder halt jenes „Shutdown“ ausgesprochen, ganz so, als meinte man damit den Vorabend zum Nikolaustag. Wobei so dumm diese kindische Strategie gar nicht mal ist, denn eigentlich handelt es sich hier um eine Schutzstrategie, die von dem sperrigen und sehr deutschen Wort „Ausgangssperre“ ablenken soll. Richtig: „Ausgangssperre“, das bedeutet nichts anderes als Stubenarrest für Erwachsene. Womit schreckliche Erinnerungen an die eigene Kindheit bei so manchem wach werden.

Psst … shutdown

Dies führt zum logischen Schlussteil. Welcher da behauptet, dass eine Wortentlehnung aus dem Englischen außerdem den Vorteil hat, die kränkende Wahrheit klanghaft zu vernebeln. Und der Nachteil? Echte Winner-Typen würden das so nicht machen. Fuck you Wahrheit!

 

 


Autor: Michael Mainka – CF Chefredakteur.

 

 

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