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Lost and found in Corona – Interview zum Buch von Michael und Dieter Mainka

Zwei Brüder, der eine Mediziner, der andere Leiter einer Medienagentur, schreiben ein Buch mit dem Titel „Lost and found in Corona“. Und was ist es für eines? Mal ein literarisches, mal ein dokumentarisches und mal ein wissenschaftlich sachliches. Vielleicht wird man auch nur so einer Pandemie gerecht. Auf jeden Fall geben die beiden hier an dieser Stelle Einblicke in ihre durchaus tiefgehende Gedankenwelt.

 

Interview vom 30.05.2o21

Der Titel des Buchs lautet „Lost and found in Corona“. Das deutet schon einmal dies und das an. Aber was ist denn nun der genaue Antrieb für diese nicht gerade kurzweilige Aufgabe gewesen?

Dieter Mainka:
Na ja, ich hatte diese Idee recht schnell, weil ich noch an anderen Texten schrieb, aber merkte, dass deren Relevanz aufgrund der Pandemie etwas abhanden gekommen war. Letztlich begann ich meine Gedanken und Geschehnisse bezüglich der Pandemie zu notieren.

Das war einerseits eine Art Flucht in eine gedankliche Welt, andererseits gab es da irgendwo in mir die Hoffnung, Antworten und zumindest einen Überblick zu finden. Emotional erwartete ich, dass mich die theoretische Auseinandersetzung mit Corona stärken würde. Vielleicht ist das ja sogar geschehen, ich habe nun nicht die Vergleichswerte, also wie das Leben wäre, wenn dieses Buch nicht entstanden wäre.

Andererseits hatte ich, wie angedeutet, unterbewusst die damals etwas naive Hoffnung, auch Lösungen zu dem Problem der Pandemie zu finden.  Aber wahrscheinlich ist die Erfindung und Entwicklung einer Marsrakete einfacher. Pandemien sind nun einmal sehr komplex und hängen mit unzähligen sehr unterschiedlichen Menschen und Kulturen zusammen.

Michael Mainka:
Ich kam ja erst später zu dem Buchprojekt. Für mich war der Grund einzusteigen von vornherein ein etwas anderer: Es galt einen Bogen zu schließen. Wir hatten die Plattform „Corona Future“ (heute „21 Million Lights“) gemeinsam begonnen. Das Ganze hatte sich erst im Winter 2020 gut entwickelt und mittlerweile machte ich das zum größten Teil alleine weiter. Daneben hatte ich auch eine Idee für ein Buch, aber da mein Bruder mit dem seinigen bereits weiter war, entschieden wir uns recht spontan, dass ein gemeinsames Buch die beste Lösung wäre. Das fühlte sich dann auch rund an.

 

Das Buch „Lost and found in Corona“ dreht sich wie der Titel besagt um Corona und dies gleich auf mehreren Ebenen. Was die Welt auf jeden Fall sehr interessiert, ist da diese eine Frage: Woher stammt denn nun genau das sogenannte Corona-Virus?

Dieter Mainka:
Zuerst einmal bilden wir im Buch noch einmal die geschichtlichen Abläufe nach und geben Hinweise in verschiedene Richtungen. Dabei gehen wir genauso auf die Beziehung Mensch und Fledermaus ein und dies sogar bis hin zu Vampiren. Andererseits beleuchten wir medizintechnisch die Forschungsanlagen rund um Wuhan.

Zur „Preisfrage“: Die Wahrscheinlichkeit liegt bei über 99 Prozent, dass das Virus aus China kommt und damit dort auch seine genetische Heimat hat. Ob es aber in einem Labor auf Menschen übertragen oder erst auf einem Markt in Wuhan zur Übertragung kam, wird wohl nie ganz beantwortet werden können. Daneben gehen wir vertiefend auf einige kulturelle Aspekte ein – etwa warum die Welt schon sehr laut protestieren müsste, damit Chinesen ihre Speisekarte ändern.

Michael Mainka:
Normalerweise vertrete ich die These, dass es eine Art Gesetz unserer modernen Zeit ist, dass sich besondere Ereignisse und deren Ursachen nicht verheimlichen lassen. Durch die modernen Kommunikationsmethoden lassen sich Auffälligkeiten kaum lange verheimlichen. Anders gesagt: Die Wahrheit kommt ans Licht. Aber es gibt eine Ausnahme, wenn tatsächlich ein alltäglich-natürlicher Prozess hinter der Sache steht.

Selbst bei Staatssystemen wie China ist es wahrscheinlich, dass Informationen über den wahren Hergang der ersten Pandemiefälle irgendwann nach außen dringen.

Ein Beispiel: Ist der Reifen eines Fahrrads platt, dann kann eine zufällige Scherbe auf der Straße der Grund sein oder aber ein gehässiger Nachbar, der den Reifen zerstochen hat. Allerdings hinterlässt letzterer Spuren. Handelt es sich nun um das Fahrrad des amerikanischen Präsidenten, dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass der wahre Grund (der unliebsame Nachbar) für den Plattfuß ermittelt wird. Schließlich gibt es Überwachungskameras und zudem genügend Menschen, welche man fragen kann.

Kommen wir zurück zur Pandemie: Selbst bei Staatssystemen wie China ist es wahrscheinlich, dass Informationen über den wahren Hergang der ersten Pandemiefälle irgendwann nach außen dringen. Aber eigentlich hätte dies schon geschehen müssen. Insofern halte ich die Wahrscheinlichkeit für hoch, dass der Virus tatsächlich „zufällig“ von Zucht- oder Wildtieren auf Tierhändler übersprang. Dies geschah halt unbemerkt und insofern wird die erste Übertragung für immer ein Geheimnis bleiben. Daneben noch der Hinweis, dass dies alles doch nicht so ganz dem Zufall zuzuschreiben ist, sondern eben doch noch etwas mit der Kultur Chinas zu tun hat. Darauf gehen wir im Buch auch genauer ein.

 

 

Aus der Philosophie stammt das Wort „Zeitgeist“. Und die aktuelle Frage dazu lautet, verändert sich dieser derzeit? Und wenn ja, was sind die Folgen?

Michael Mainka:
Mit dem Wort Zeitgeist ist eine geistige Strömung und eine Art Geschmack einer Epoche oder eines Jahrzehnts gemeint. Man muss kein Prophet sein, um festzustellen, dass wir gerade ein neues Bewusstsein bezüglich der Hygiene entwickeln. Das Ganze trägt asiatische Züge – und pauschal gesagt, werden wir jetzt alle ein wenig asiatischer.

Dieter Mainka:
Wir nähern uns Staaten wie Singapur oder Japan an, wo Menschen bereits vor der Pandemie privat für eine starke Hygiene durch Masken sorgten. Das Leben wird medizinisch betrachtet damit immer sensibler. Inwieweit es dadurch wiederum zu einer Abnahme der eigenen Abwehrkräfte kommt, ist ein anderer Aspekt, über den sich spekulieren lässt.

Ob Ost oder West, Nord oder Süd: Eigentlich werden derzeit alle Kulturen im ganz praktischen Alltag „reinlicher“. Das wiederum verändert das Verhalten der Menschen zueinander und damit kulturell.

Wir nähern uns Staaten wie Singapur oder Japan an, wo Menschen bereits vor der Pandemie privat für eine starke Hygiene durch Masken sorgten.

Michael Mainka:
Von den in der Frage angesprochenen langfristigen Folgen gehen derzeit eine Vielzahl von Denkern aus – und dies geschieht in der westlichen Philosophie genauso wie bei spirituellen Berühmtheiten in Asien. Attestiert wird allgemein, dass das Virus unsere Lebensweise in Frage stellt und wir dabei sind umzudenken. Letzteres geschieht zwar nicht freudvoll, aber viele Denker gehen davon aus, dass wenn wir die richtigen Weichen stellen, sich letztlich die Welt verbessert.

 

Werden wir doch einmal konkreter. Was wird da besser und vor allem – was ändert sich im tieferen Bewusstsein der Menschen?

Michael Mainka:
In unserem Buch „Lost and found in Corona“ legen wir es ja auch da: Es entwickelt sich der Gedanke, wonach sich der Mensch „nur noch als ein Teil“ der Natur sieht oder erlebt – aber eben nicht mehr als die sogenannte Krönung der Schöpfung.

Interessanterweise geschieht dies im Westen stärker als etwa in China. Da dort martialischer gegen die Pandemie vorgegangen wird, bleibt die gesamte weitere Entwicklung abzuwarten. Anders gesagt: Während der Westen gerade eher erstaunt von seiner dominanten Position (zur Natur) abrückt, ist ein martialisches Anrennen gegen die Natur in manchen Ländern Asiens sowie Südamerikas zu beobachten.

Zugespitzt gesagt: Möglicherweise kippt unser westliches Weltbild derzeit so ähnlich wie vor fünfhundert Jahren und damit zur Zeit der Renaissance. Aber darauf jetzt einzugehen, führt zu weit und wäre Stoff für ein anderes Buch.

Es entwickelt sich der Gedanke, wonach sich der Mensch „nur noch als ein Teil“ der Natur sieht oder erlebt

Dieter Mainka:
Da ist eine banal klingende Erkenntnis, dass wir Menschen aus der gleichen Materie gebaut sind, wie alles andere um uns herum. Erkenntnis ist sogar das falsche Wort, weil man das ja schon lange vorher wusste. Wie auch immer, der wissenschaftliche Respekt vor der „Natur an sich“ wächst derzeit auch in den Naturwissenschaften, welche sozusagen heute maßgeblich für unser Weltbild verantwortlich sind.

Da aber viele Bereiche der Naturwissenschaften heute eng mit der Wirtschaft gekoppelt sind, weiß man noch nicht so genau, wie schnell sich der eben aufgezeigte Wandel auf unser „normales Leben“ auswirkt. Konkret: Wirtschaftliche Kreise haben kein Interesse an Umwälzungen. Geschehen diese aber doch, verändert sich auch das Wirtschaftsleben und damit mehr in unserer Gesellschaft, als wir uns heute auszumalen vermögen.

 

 

Was kann man prinzipiell tun, damit sich die Corona-Pandemie oder auch zukünftige Virus-Pandemien weit weniger stark ausbreiten?

Dieter Mainka:
Man sollte da ansetzen, wo das Virus bestehende Grenzen überschreitet. Bisher wurde das in Deutschland sehr stark im Bereich der Grenze unseres menschlichen Körpers getan – indem wir die Distanzen wahren und Masken tragen. Daneben bewirkte das Vorhandensein von Ländergrenzen etwas. Würde das Übertreten von Grenzen genauer überwacht und eventuell temporär verhindert, dann ist das wissenschaftlich betrachtet die beste Maßnahme von allen.

Man sollte da ansetzen, wo das Virus bestehende Grenzen überschreitet.

Michael Mainka:
Der Begriff Virus war ja den Meisten eher aus dem Bereich Internet geläufig. Dies, weil die Nullerjahre noch bestimmt von international zirkulierenden Viren waren. Heute hört man von der Problematik nur noch wenig. Die Hersteller der Betriebssysteme haben begonnen, die Systeme automatisch upzudaten und dies geschieht teilweise kostenfrei.

Bei Apple rechnet sich das, denn das Unternehmen gilt als besonders sicher in Sachen Funktionalität in Sachen Hardware und grundlegender Software. Kurz: Dass ich als Apple-Nutzer wenig Ärger mit Viren habe, lässt sich das US-amerikanische Unternehmen aus marketingtechnischen Gründen etwas kosten.

Dieter Mainka:
Das geschilderte Prinzip oder zumindest der entsprechende Grundgedanke – also eine schnelle Reaktion, nachdem Viren entdeckt worden sind – lässt sich übertragen: Zum Beispiel könnte man an Flughäfen umfassende Tests mit Reisenden vornehmen.

Diese Tests sind ausdrücklich auf viele typische Verkehrskrankheiten wie Viren, Ebola oder Grippe ausgelegt. Technisch gesehen umschließt dies auch Nebenaspekte wie Herzrhythmus oder Körpertemperatur. Weichen Reisende hier von der Norm ab und lassen sich die Abweichungen nicht erklären, werden diese Menschen sofort genauer untersucht.

Michael Mainka:
Das Prinzip greift sozusagen wie ein Filter voraus und man könnte es dann noch einmal effizienter gestalten, indem Auffälligkeiten zwischen den internationalen Flughäfen ausgetauscht werden. Kommt es zum Beispiel in Hamburg zu einer auffälligen Anzahl an Personen mit Fieber – kann man dies vergleichen mit anderen Flughäfen.

Dieter Mainka:
Recht schnell würde man bei einem solchen Szenario entdecken, dass beispielsweise nicht nur die Flüge aus Athen eine solche Auffälligkeit haben, sondern auch solche aus Mallorca. Man weiß dann, dass an diesen Destinationen etwas nicht stimmt und kann schnell reagieren. Auch kann man dies alles anonym durchführen, was letztlich auch die Sache schnell machen würde – und darum geht es ja unter anderem auch.

 

Gibt es gegen Pandemien auch vorbeugende Lösungen? Also solche, die sanft unser Verhalten verändern können?

Michael Mainka:
Wenn man das immense Reiseverhalten unterbindet, dann wäre das eigentlich eine solche Lösung. Da aber sowohl die Wirtschaft wie auch viele Menschen abhängig von dieser Bewegungsart sind, muss man erst einmal ausweichen: Eine Idee wäre es, für jeden Menschen ein Meilenkonto einzurichten. Das Ganze darf ruhig flexibel sein, man kann also auch seine Meilen an andere weiterverkaufen. Die Wirtschaft benötigt das viele Reisen eigentlich nicht, das beweist mittlerweile die gut funktionierenden Home-Office-Lösungen.

Wir sind einfach zu viel unterwegs

Noch einmal zurück zum Ausgangspunkt der Überlegung: Wir sind einfach zu viel unterwegs – und bei der geschilderten Idee würde eine höhere Aufmerksamkeit auf die eigenen Bewegungen entstehen. Im Detail würden Vielreisende stärker zur Kasse gebeten, während andere, die wenig verreisen, finanziell belohnt würden.

Dieter Mainka:
Die Idee funktioniert sogar bereits, wenn nur wenige Länder mitmachen. Und an den Weiterverkäufen der Meilen könnte man sogar eine weltweite Organisation profitieren lassen, indem diese einen Prozentsatz der Einnahmen erhält. Diese Organisation kümmert sich dann um die Überwachung der Maßnahmen und setzt andererseits überzähliges Geld in Forschungsprojekte ein. Letztere sind frei von industriellen Interessen und betreiben möglicherweise Grundlagenforschung.

 

Im Buch kommen neben eigenen Beobachtungen, Berichten und Theorien auch Aussagen von recht vielen philosophischen wie auch spirituellen Vordenkern vor.

Michael Mainka:
Religionen geben eigentlich dem Leben Sinn. Das wird oder wurde in unseren Breiten oftmals vergessen, weil die Sache hier halt steif wurde. Daneben geht es in unserem Buch wie auch auf der betreffenden Internetseite nicht um technische Details dieser metaphysischen Richtungen, sondern um Grundaussagen, welche das Zeug haben, mehr als Denkanstöße zu sein.

Dieter Mainka:
Als Naturwissenschaftler bin ich immer wieder erstaunt, dass zum Beispiel asiatische Religionen die Welt ganz anders interpretieren, als wie dies im Westen geschieht. Auch erscheinen mir etwa Denkansätze aus dem Buddhismus, der sich bekanntlich nicht als eine Religion des Glaubens sieht, ebenfalls einen Glauben voraussetzend.

Als Naturwissenschaftler bin ich immer wieder erstaunt, dass zum Beispiel asiatische Religionen die Welt ganz anders interpretieren

Andererseits und dies klingt komisch, muss man selbst als Wissenschaftler oder Arzt ständig etwas glauben – und wenn es nur Statistiken sind, die man bekanntlich auch so oder so interpretieren kann. Insofern bieten wir nicht die „eine Wahrheit“ an, sondern lediglich eine geistige Weite.

Im Buch wird an mehreren Stellen auf ein bekanntes Internetunternehmen eingegangen. Dieses wird nicht kritisiert, sondern erscheint eher wie ein Kapitel aus einem Roman von Franz Kafka – welches für das 21 Jahrhundert extra umgeschrieben wurde.

Michael Mainka:
Vor langer Zeit hatte man die Absurdität der Moderne schon recht gut verstanden. Insbesondere Franz Kafka hat dies sehr eigenwillig skizziert.

Dieter Mainka:
Daneben gibt es heute Fragen, die gehen über Literatur und Beobachtungen unseres „absurden Zusammenlebens“ weit hinaus. Zum Beispiel ist da die Frage, ob es noch in eine Demokratie passt, einem gewählten Präsidenten die Kommunikation abzudrehen.

Die Frage hat nichts damit zu tun, ob man dessen Politik gut findet oder nicht. Und um nun selbst eine Art Antwort zu geben: Der Westen wird undemokratischer. Schlimmer noch, das Wort Demokratie droht ein sinnentleertes Wort zu werden.

Michael Mainka:
Es geht noch weiter: Die Macht zentriert sich in allen Machtblöcken auf Zirkel, die wir gar nicht mehr richtig kennen und die sich selbst möglicherweise fremd sind. Es gibt da auch nur eine diffuse Steuerung und alle, würde man sie fragen, würden sagen, sie müssten sich und das Gute in der Gesellschaft schützen.

Die Macht zentriert sich in allen Machtblöcken auf Zirkel, die wir gar nicht mehr richtig kennen und die sich selbst möglicherweise fremd sind

Wie auch immer: Wir sehen ein paar Gesichter wie das von Zuckerberg, aber wieweit der eigentlich das gut findet, worüber er spricht, wissen wir nicht. Es ist surreal, wie sehr sich die Machtblöcke dieser Welt immer ähnlicher werden. Auf dem Etikett des Westens steht das Wort Demokratie, aber das wird zunehmend zur Maske. Und was hinter dieser geschieht, ist eine Art Kafka zwei Punkt null.

 

Wir stellen uns einmal das Jahr 2027 vor. Die Pandemie wird wahrscheinlich da erst wirklich vorbei sein. Oder aber der Name Corona wird so benutzt, als handelte es sich dabei um eine einfache Grippe. Es herrscht endlich Entwarnung. Was wird sich dann in Deutschland und Europa gesellschaftlich verändert haben?

Dieter Mainka:
In Sachen Krankheiten wird es wahrscheinlich wieder die gesamte Palette an Atemwegserkrankungen geben, tatsächlich hat sich dies während der Pandemie erheblich reduziert. Das geht auf jeden Fall mit dem Tragen von Masken einher.

Michael Mainka:
Kulturell werden die Menschen mehr als bisher die Wirklichkeit schätzen. Zunehmend wird sich unser Leben in die Online-Welt verlagern und damit bekommen Wirklichkeit beziehungsweise körperliche Nähe eine fast schon heilige Sonderstellung. Trotzdem muss diese Tendenz, dass Menschen mit größerem Abstand zueinander leben, nicht negativ sein. Zum Beispiel ist dies eine der Grundkomponenten des Events 21 Million Lights – hier werden  Menschen durch die Schwingungen von Licht und Akustik verbunden.

 

 

Nachher ist man immer schlauer und der Titel „Lost and found in Corona“ deutet es ja an. Also, wie lautet die schlussendliche Erkenntnis der beiden Autoren zum Thema Corona?

Michael Mainka:
Lost and found in Corona – besagt es ja bereits, zuerst ist da die Verlorenheit und dann das Finden. Corona ist eigentlich eine Chance. Und es ist wie vor jedem Abenteuer, man hat halt ein wenig Angst, den ersten Schritt zu tätigen. Durch das Event 21 Million Lights, welches in gewisser Weise mit zum Buchprojekt gehört, wurde auch immer klarer, dass die Menschen dieser Welt zusammenarbeiten können und wollen. Gelingt dieses „Zusammen“ nicht, dann sind wir alleine und damit auch Pandemien und anderen Bedrohungen wie Klimaerwärmung „alleine“ ausgeliefert.

Dieter Mainka:
Unser Gehirn ist ja größer als das der Dinosaurier, wir können also Strategien entwickeln, welche unsere Interessen mit Technik verbinden. Filme wie Terminator sind zwar nicht dumm, gehen aber davon aus, dass wir Menschen es zum größten Teil sind. Und genau in diesem Jahrhundert haben wir die Chance, das Gegenteil zu beweisen.


Lost and found in Corona

Lost and found in Corona ist ein Buch von den Brüdern Dieter Mainka und Michael Mainka. Das Werk ist sowohl ein Sachbuch wie eine literarische Beschreibung von wahren Ereignissen. Es wird versucht, aus verschiedenen Perspektiven einem Phänomen der Gegenwart gerecht zu werden – wie auch Lösungsansätze zu bieten.

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