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Maja Göpel: Unsere Welt neu Denken

Unsere Welt neu Denken
Maja Göpel
Ullstein
2/2000
S. 207

Für mehr Verteilung

Corona und Gesellschaft, das ist ein riesiges Thema: Die Nachhaltigkeitsforscherin und Politökonomin Maja Göpel plädiert im vorliegenden Buch für eine Begrenzung des Wachstums durch mehr Verteilungsgerechtigkeit. Vor allem kann das Buch kann gerade für Menschen mit wenig Zeit für Lektüre wegen immer arbeitsreichen Zeiten eine Offenbarung über ökonomische und ökologische Zusammenhänge sein. Und ja, der Ü50-Grünenwähler oder auch der ambitionierte Linkswähler versteht schnell die im Buch dargestellten Fakten.

Anders gesagt: Es ist ein Sachbuch voller Wahrheiten über die Probleme unserer industrialisierten Gesellschaft mit immer weiterem Wachstumsstreben. Die Nachhaltigkeitsforscherin und Polit-Ökonomin brachte ihr Werk kurz vor Beginn der Corona-Zeit heraus, so hatten viele am Thema Interessierte dann im Verlauf des Jahres 2020 ausreichend Zeit zum Lesen – und bekamen nebenbei das Herunterfahren von Wachstum teilweise am eigenen Leib zu spüren.

Bestseller? Ja …

Das Sachbuch von Maja Göpel wurde ein Bestseller. Darin geht es unter anderem darum, die Abschöpfung von unverdientem Geld unterbinden. Plus: Der Umstand, dass wir mehr Transparenz über Zusammenhänge von Preisen und Werten benötigen. Das sind darin die dort versammelten Kernaussagen. Und die Essenz davon lautet: Eigentum und Wachstum müssen ihrer Grenzen bekommen, nicht alles lässt sich in Geld umrechnen und vieles ist für unser Glück überflüssig. Auch Umweltforschung und Systemkritik bringt Göppel für jeden verständlich auf den wenigen Seiten unter. Das leicht zu lesende Buch beinhaltet viele gute Vorsätze, die wir nach der Corona-Krise berücksichtigen können. Möglicherweise sind es aber erst diese Gedanken, die aus der Krise führen. Wie auch immer: Der Leser bekommt auf die Frage „Was ist denn das gute Leben“ – von Maja Göpel keine vorgefertigte Antwort, aber er wird ermutigt Hilfe dazu neue Informationen und Inhalte in anderweitiger Lektüre zu suchen.

 

Dieter H. Mainka

 

Die Welt neu denken – mit Maja Göpel

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Die Ökonomin Maja Göpel nimmt in dieser Sendung umfassend Stellung zu ihren Thesen bezüglich Corona, Umwelt und Wirtschaftssystemen.

 

Umwelt und Gesellschaft hängen zusammen – sagt Maja Göpel

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„Die weltweiten Krisen in Umwelt und Gesellschaft sind kein Zufall“, sagt die Politökonomin Maja Göpel. „Sie offenbaren“, so erläutert sie, „wie wir mit uns und dem Planeten umgehen, auf dem wir leben.“ Wenn der Mensch also die Krise meistern will, muss er sich der Regel bewusst machen, nach denen unser Wirtschaftssystem funktioniert – unterstreicht sie. In der Sendung „phoenix persönlich“ spricht Michael Krons mit ihr zu diesem umfassenden Thema.

21 Million Lights

Maja Göpel

Maja Göpel, Jahrgang 1976, diplomierte 2001 als Medienwirtin und promovierte 2007 an den Universitäten Hamburg und Kassel in politischer Ökonomie (Dr. rer. pol.). Sie ist Honorarprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg. 2016 veröffentlichte sie das Buch „The Great Mindshift“. Dieses vereinigt in sich vor allem Themen aus den Bereichen Systemtransformationen, politischer Ökonomie und Veränderungsmanagement.

 

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