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Maskenball

Haben Sie sich sich schon einen Lappen besorgt? Oder sind Sie noch dabei, sich selbst einen zu schneidern?

In Hamburg sind am Wochenende vier Millionen Schutzmasken eingeflogen worden, aber die gehen an medizinische Einrichtungen. Was bleibt uns also übrig, schon mal nach Alternativen zu schauen. Da war Ex-Kanzler Gerhard Schröder unserer Zeit voraus, als er sich vor kurzem mit seiner koreanischen Frau vor einem Supermarkt zeigte. Vielleicht wollten sie sich auch vor den Augen der Öffentlichkeit schützen, denn ihre Atemmasken waren so groß, dass man sich fragte, ob die nicht unter das Vermummungsverbot fallen.

Doch Schröder, ganz Politiker, trug eine Botschaft mit sich herum: Tut was. Wartet nicht, bis China wieder liefert oder Trump uns die Ladungen an irgendeiner Landesgrenze nicht wegschnappt! Anleitungen gibt’s im Internet genug. Und wie bunt wird unsere Republik erst, wenn sich bald immer mehr Menschen mit selbstgenähten Lappen im Leoparden oder Tigerenten-Look aus dem Hausarrest befreien. Das Gespenst „Maskenpflicht“ schwebt ja längst über uns, seit Österreich und Tschechien den Herden-Vorturner gaben. Schade nur, dass ein gewöhnliches Spucktuch, so es aus Baumwolle ist, gegen Viren nur oberflächlich schützt.

(Bildquelle Adobe Stock)

Trotzdem wird der Run auf die Fetzen uns alle mit dem Verlangen infizieren, nicht länger oben ohne rauszugehen. Auf zum fröhlichen Maskenball. Mich machen die Lappen eher mißtrauisch. Tarnt sich damit vielleicht ein Infizierter? Vielleicht wissen wir bald schon genauer, wer die Viren in Umlauf bringt. Eine entsprechende App ist schon in der Mache. Damit fliegt dann jede Tarnung schnell auf. 

 

Aughe Thron
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