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Das gehört in meine Hausapotheke

Nicht nur die Vorratskammer sollte in Krisenzeiten gut bestückt sein. Auch sollte jeder die Medikamente im Haus haben, die er braucht. Bunkern ist allerdings auch in Zeiten von Corona nicht nötig.

 

Schnell ist es passiert: Eine Schnittwunde beim Gemüseschneiden, ein Splitter im Daumen bei der Gartenarbeit, Halsweh oder ein verdorbener Magen – und schon ist Not am Mann. Deshalb ist es sinnvoll, eine gut sortierte Hausapotheke zu haben.

 

Medikamente und Corona

Was gehört in meinen Medikamentenschrank? Lassen Sie sich in der Apotheke beraten. (Bildquelle Adobe Stock)

Verordnete Medikamente müssen ausreichen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät, vom Arzt verordnete Medikamente zu Hause immer vorrätig zu halten. Sollte wegen einer Corona-Infektion eine häusliche Quarantäne angeordnet werden, sollte der Vorrat – ähnlich wie bei Lebensmitteln – für etwa 14 Tage reichen.

Viel länger muss man damit nicht auskommen. Gebetsmühlenartig wiederholen die Behörden immer wieder: Supermärkte, Banken und Apotheken bleiben geöffnet. Es gibt also keinen Grund, Medikamente zu hamstern. Denn auch Pillen und Salben haben ein Verfallsdatum. Wer sie in Mengen hortet, muss sie vielleicht am Ende wegwerfen. Und dann fehlen sie am Ende vielleicht da, wo sie tatsächlich gebraucht worden wären.

 

Das sollte eine Hausapotheke enthalten

Grundsätzlich empfiehlt das BKK in seinem „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ folgende Präparate zur medizinischen Versorgung:

 

  • einen Verbandskasten nach DIN-Norm („Autoverbandskasten“, enthält Mull-Kompressen, Pflaster, Binden, eine Verbandschere und ein Dreieckstuch)
  • persönliche, vom Arzt verordnete Medikamente
  • Schmerz- und fiebersenkende Mittel
  • Haut- und Wunddesinfektionsmittel (wenn wieder erhältlich)
  • Mittel gegen Erkältungskrankheiten (zum Beispiel Nasenspray, Hustensaft, Lutschtabletten)
  • ein Fieberthermometer
  • Medikamente gegen Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
  • dazu Elektrolyte zum Ausgleich eines Flüssigkeitsverlustes
  • Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand
  • eine Splitterpinzette

 

Medikamentenvorrat ausmisten

Wer seine Medikamentensammlung lange nicht mehr gebraucht hat, nutzt am besten die Gelegenheit und überprüft alle Döschen, Schachteln und Fläschchen. Alte und abgelaufene Arzneien sollten Sie wegwerfen und ersetzen. Tipp: Schreiben Sie sich bei Medikamenten ohne Verfallsdatum das Datum des Einkaufs auf.

 

Manche Hustensäfte und Co. halten nach dem Anbruch nur eine begrenzte Zeit. Also notieren Sie am besten das Datum des Anbruchs. So behalten Sie immer den Überblick.

 

Bewahren Sie Ihre Hausapotheke in einem abschließbaren Schrank auf, der für kleine Kinder nicht zugänglich ist. Ideal ist ein kühler, trockener Raum. Vorsicht: Das Badezimmer ist warm und feucht und deswegen für die Lagerung von Medikamenten ungeeignet.

Medikamente und Corona

Eine gut bestückte Hausapotheke sollte es in jedem Haushalt geben. (Bildquelle Adobe Stock)

 

Infektionsschutz in der Apotheke

Wenn Sie Medikamente in der Apotheke nachkaufen wollen, denken Sie daran: Viele Apotheken haben bereits Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiter vor Corona ergriffen (Schutzkleidung, Handschuhe oder Glaswand). Halten Sie dennoch Abstand zum Apotheker und zu anderen Kunden, genauso wie im Supermarkt. Und wenn Sie Krankheitssymptome spüren, bleiben Sie lieber zu Hause. Schicken Sie jemand anderen in die Apotheke oder lassen Sie sich das Gewünschte schicken.

 

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