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Nuvaxovid: Grundlagen zum Impfstoff. Infos für Ungeimpfte zu Nebenwirkungen

Nuvaxovid von Novofax wurde als erster Protein-Impfstoff in Europa zugelassen. Alle wichtigen Infos zum Impfstoff und seinen Nebenwirkungen für Ungeimpfte im Überblick!

 

Für manche ein Weihnachtsgeschenk: Am 20.12.21 hat die europäische Arzneimittelbehörde den Impfstoff von Novofax für Personen ab 18 Jahren zugelassen. Das Herstellungsverfahren für diese sogenannten Proteinimpfungen wird bereits seit einigen Jahren etwa bei der Grippe-Impfung oder bei Impfungen gegen Hepatitis A eingesetzt. Da der neue Impfstoff auch den Totimpfstoffen zugeordnet werden kann, kommt er vielleicht einigen Interessierten als natürlicher vor. Es könnten sich damit vielleicht jetzt auch Menschen impfen lassen, die bisher Vorbehalte gegen die mRNA-Vakzine hatten.

 

 

Dose mit Nuvaxovid Impfstoff

 

Der Impfstoff gehört zu den sogenannten Protein-Impfstoffen – und diese enthalten kleinste Virusbestandteile der Erkennungsregion, dem Spike-Bereich des Corona-Virus. Solche rekombinanten Eiweiße werden gentechnisch in Insektenkulturen erzeugt. Da die Impfstoffe Bestandteile des Erregers beinhalten, welche die Krankheit aber nicht auslösen können, fallen sie unter die Rubrik der Totimpfstoffe. Korrekter wäre aber eine solche Zuordnung nur für die Erreger.

Durch mRNA-Impfstoffe werden solche Eiweiße nach Injektion von Erbgutinformationen im menschlichen Körper selbst hergestellt. Die speziellen Eiweiße werden vom menschlichen Immunsystem als fremd erkannt, die Immunabwehr wird zur Herstellung neutralisierender spezifischer Antikörper und Bildung von T-Zellen aktiviert. Da der Körper auf diese relativ geringe Anzahl der Proteine in der Proteinimpfung nicht sonderlich stark reagiert, wird eine verstärkende Substanz, eine sogenannte Adjuvans, hinzugesetzt. Hierbei handelt es sich um Nanopartikel, welche aus Rindenextrakt des chilenischen Seifenrindenbaumes extrahiert werden.

 

Zulassungsstudien zu Nuvaxovid

In der Zulassungsstudie mit 30.000 Teilnehmern in USA und Mexiko traten bei 90,4 Prozent der Teilnehmer weniger Erkrankungen als in der Kontrollgruppe auf. Daneben lag der Schutz vor mittelschweren und schweren Verläufen bei 100 Prozent. In einer Studie in Großbritannien zeigte der Impfstoff gegen die neueren Corona-Varianten Alpha und Beta eine Gesamtwirkung von 89,7 Prozent.

 

Sicherheitsbedenken und Nebenwirkungen von Nuvaxovid

Die Impfung wird in zwei Dosen im Abstand von drei Wochen durchgeführt. Sicherheitsbedenken gab es bisher keine, die Impfnebenwirkungen sind mild und nur kurz anhaltend, jedoch nach der zweiten Dosis etwas erhöhter. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass um eine hohe Wirksamkeit zu erzielen, auch diese Impfung an die Omikron-Variante angepasst werden muss.



 

Eigentlich kein klassischer Impfstoff

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In diesem Beitrag von der WELT vom 20.12.2021 schätzen Experten den neuen Impfstoff fachlich ein.



Dieter Mainka
21.12.2021

 

 

 

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