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Nach Philipp Hübl bestätigt Corona scheinbar Vorurteile

Der deutsche Philosoph betont, dass die Corona Epidemie rechtsdenkende Anteile der Bevölkerung in den eigenen Vorurteilen bestätigt.

Allerdings gibt es nach Meinung von Philipp Hübl zugleich auch eine junge und hoch gebildete Generation. Diese ist prinzipiell als weltoffen einzuschätzen. Auf die Frage, wie man etwa in Sachen Virologen-Kritik den Skeptizismus vieler fortschrittlicher Menschen erklären kann, erläutert er, dass wir Menschen uns nicht nur politischen Lagern zuordnen. Insofern werden die Fakten nach einem inneren Kompass geordnet. Hierbei unterscheidet er in vorsichtige und risikofreudige Menschen. Als Beispiel für ein Denken, welches Fakten ignoriert, werden zudem amerikanische Kreationisten herangezogen.

Verschwörungstheoretiker im Internet

Philipp Hübl verweist gerne darauf, dass es früher in jedem Dorf einen Verschwörungstheoretiker gab. Dieser wurde allerdings ausgelacht. Heute ist es jedoch anders, denn online können sich Verschwörungstheoretiker in speziellen Foren oder geschlossenen Gruppen treffen. Dort wird sich ausgetauscht und natürlich bestätigt man sich auch in der eigenen Meinung. Exoten? Die sind dann in solch einer Community plötzlich die Mehrheit.

Aber das ist noch nicht alles: Denn das online Entstandene verlagert sich irgendwann in die ganz reale Welt. So gesehen kann dann je nach politischer Großwetterlage ein größeres Phänomen im Internet aufwachsen und sich schließlich auf die echte Welt auswirken. Eben dies ist in Sachen Corona und  Verschwörungstheorien nach Hübl derzeit der Fall.

 

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Philipp Hübl

Philipp Hübl (* 1975 in Hannover). Er ist ein deutscher Philosoph und Autor. Von 2012 bis 2018 war er Junior-Professor an der Universität Stuttgart. Seit 2017 schreibt er die Kolumne „Hübls Aufklärung“ im Philosophie Magazin. 2012 erschien sein Buch Folge dem weißen Kaninchen. Darin gibt er Antworten auf grundlegende Fragen des Lebens wie: Was ist Bewusstsein oder hat der Tod einen Sinn? Das Buch wurde in verschiedene Sprachen übersetzt. 2015 erschien „Der Untergrund des Denkens: Eine Philosophie des Unbewussten“. Hierin legt er eine Analyse unbewusster Vorgänge vor.

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