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John Ironmonger: Der Wal und das Ende der Welt

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Leicht. Und trotzdem tief

Was wir da haben? Einen leichten und unterhaltsamen Roman zum Wohlfühlen. Das Ganze kommt aus dem Jahr 2015 und was vielleicht derzeit von höherem Interesse ist: Hier werden überraschende Wege der Protagonisten während einer Pandemie aufgezeigt. Dabei ist und bleibt Mittelpunkt des Geschehens der Mensch. Letzteres als „sehr“ humanes Wesen. Übrigens erschien die Originalausgabe mit dem Titel „Not Forgetting the Whale“.

Worum geht es?

Zuerst einmal ist da ein Londoner Investmentbanker auf der Flucht vor seinem eigenem Computer-Prognoseprogramm. Den fallenden Börsenkursen geht der zunächst unbemerkte Ausbruch einer Pandemie voraus. Der Börsianer wird zum Held eines Dorfes, mehr von der schönen Geschichte soll aber hier gar nicht vorweggenommen werden. Überraschend mag für den Leser sein, wie schwierig ein autarkes Leben auf begrenztem Territorium in der modernen Welt umzusetzen ist. Und wie schnell Krisen an Anarchie heranreichen können.

Die Botschaft:
Auf Angst verzichten

Ja, dieses Buch ist leicht und es macht keine Angst. Im Gegenteil, es amüsiert den Leser immer wieder und führt zu einem durchgehenden Wohlgefühl. Und noch etwas: Wenn es von dem dann doch eher dicken Schmöker eine Art Kurzgeschichte geben würde, dann wäre diese genau das Richtige, um am Weihnachtsabend im kleinen Kreis vorgelesen zu werden.

Der Wal und das Ende der Welt
John Ironmonger
Fischer,
2015, 4. Auflage 4/2020,
477 S.

John Ironmonger

Ironmonger wurde in Nairobi, Kenia, geboren. Er studierte an den Universitäten von Nottingham und Liverpool. Seine Doktorarbeit befasste sich mit der Ökologie von Süßwasser-Blutegeln. Er arbeitete schließlich im Bereich Healthcare Computing. Sein erster Roman, „Das bemerkenswerte Gehirn von Maximilian Ponder“, wurde 2012 veröffentlicht. Der Roman untersucht das ereignisreiche Leben eines Mannes, der sein eigenes Gehirn katalogisieren will. Sein dritter Roman „Der Wal und das Ende der Welt“ erreichte Platz 2 im Spiegel Bestseller-Chart. Ein vierter Roman, „Die vielen Leben von Heloise Starchild“, wurde im August 2020 veröffentlicht. Darin stellt der Autor eine Reihe von Frauen vor, die Erinnerungen von ihren Müttern erben.

Autor dieses Artikels: Dieter H. Mainka

 

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