Lustiges Monster symbolisiert die Themen KI-Film richtig planen und KI-Film beauftragen

KI-Film beauftragen & KI-Film richtig planen

Einen KI-Film beauftragen – kann eigentlich jeder. Einen KI-Film richtig planen? Das wiederum können leider die wenigsten – und schon sind später komplizierte Korrekturrunden bei KI-Videos eher die Regel als die Ausnahme. Andererseits können verschiedene Maßnahmen, wie etwa ein Storyboard für den KI-Film, dem Unglück entgegenwirken – und werden daher hier einmal genauer beleuchtet.

KI-Film richtig planen. Das geht!



Blonde Surfer reiten da über Wellen, und zwar mitten in New York – oder ein UFO schwebt geräuschlos über Venedig. Die Liste ließe sich beliebig fortführen, und daneben ist all diesen Ideen gemein eine einfache Erkenntnis: Da hätte noch vor wenigen Jahren ein ganzes Team daran gearbeitet. Aber nun ist es halt „Made with AI“.

Also fragen sich nun viele Werbeagenturen und vor allem Marketingabteilungen: Wenn das so einfach ist – warum machen wir das nicht auch? Gesagt, getan. Aber irgendwas wurde bei der anfänglichen Freude leicht übersehen: KI senkt nicht automatisch die Kosten – sie erhöht vor allem die Möglichkeiten. Und mit jeder Möglichkeit wächst die Gefahr, dass man sich im kreativen Dschungel verirrt – was zu immensen Korrekturen führt und damit zu Problemen hinsichtlich der Kapazitäten und hinsichtlich der Finanzen. Merke: Zeit ist Geld. Wir benötigen also ein paar Regeln, um erst gar nicht den Gelüsten des gesamten KI-Dschungels auf den Leim zu gehen.

Regel 1: KI ist kein Ein-Klick-Produkt

Zuerst einmal ist die Vorstellung sehr verführerisch: Text eingeben, Stil wählen, Film erhalten. Leider funktioniert es in der Praxis anders: Ein KI-Film entsteht als Abfolge von Schritten. Daher werden Ideen vorbereitet, Systeme getestet, Varianten erzeugt. Es geht aber noch weiter, denn nun werden Bilder ausgewählt, und diese werden zu Filmsequenzen fortentwickelt. Ton in Form von Geräuschen, Dialogen und Musik kommt dann noch dazu. Und nicht vergessen, jemand – früher hieß der Cutter oder Regisseur – also diese jemanden müssen das alles behutsam zusammenstellen und schneiden.

Wechsel der Perspektive: Was von außen wie ein durchgehender Prozess aussieht, ist intern eine Kette feiner Entscheidungen. Jedes Glied dieser Kette muss halten. Das ist nun einmal so. KI beziehungsweise visuelle KI ersetzt einzelne handwerkliche Tätigkeiten, aber eben nicht die Planung und auch keine Verantwortung.

Regel 2: Kleine Änderungen sind selten klein

KI-Film Beauftragen und dann ist der sofort fertig – und klar, Korrekturen gibt es auch. Aber: „Das ändern wir noch schnell,“ heißt es dann. Nur, dieser Satz klingt harmlos. Leider ist er es nur zu selten dann auch wirklich schnell. Denn selbst kleinste Anpassungen beanspruchen in aller Regel mindestens eine halbe Stunde. Mittlere oder größere Änderungen liegen schnell bei zwei bis drei Stunden – pro Änderung.

Warum? Weil jede Korrektur ein Eingriff ist. Im Schnittprogramm, ganz gleich welches, ist das Einfügen neuer Elemente beziehungsweise der Austausch gegen alte jedes Mal aufs Neue ein kleines Abenteuer. Man verschiebt nicht nur ein Bild oder einen Filmschnipsel. Nein, man greift in Rhythmus, Timing, Struktur ein. Das sind dann viele kleine Abenteuer, und geht eins von ihnen schief, was oft geschieht, dann verschwinden KI-Film-Sequenzen oder KI-Bilder, und der KI-Ton gerät aus dem Gleichgewicht – oder Zusammenhänge lösen sich unbemerkt ganz auf. Chaos.

Bei einem privaten Film kann das ja egal sein, aber wehe, es geht um eine Auftragsarbeit. Aus Versehen ist da ein Teil des Dialogs verschwunden oder die Hintergrundmusik – und so weiter.

Vermeiden Sie daher geschickt Budget- und Zeitverluste: Bündeln Sie Änderungen. Wägen Sie zwischen wichtigen Änderungen und unwichtigen ab. Treffen Sie diese Entscheidungen bewusst. Und unterschätzen Sie nicht, was „nur eine kleine Anpassung“ wirklich bedeutet – den Verlust von Geld, Zeit, Nerven – und im schlimmsten Fall kommt es zu Streitereien. Es sei gesagt: Korrekturrunden bei KI-Videos können bei schlechter Vertragslage den Auftragnehmer in die Insolvenz treiben und den Auftraggeber trotzdem nicht glücklich machen. 

Regel 3: Mehr Möglichkeiten bedeuten mehr Entscheidungen

KI eröffnet eine neue Freiheit. Denkt sich da der Marketingleiter, und alle nicken. Also warum nicht – und schon geht es schnell ans KI-Film-Beauftragen. Denn bei diesen neuen KI-Filmen lassen sich Szenen variieren, Stile wechseln, Atmosphären austauschen. Man kann ausprobieren – und nochmals ausprobieren. Aber je größer der Spielraum ist, desto wichtiger wird Klarheit über die entscheidenden Fragen: Was soll dieser Film wirklich leisten? Welche Wirkung ist entscheidend? Welche Botschaft steht im Mittelpunkt?

Klären Sie daher, was Sie – wirklich – wollen. Es geht bei visuellen KI-Projekten (in den nächsten Jahren zumindest) niemals um maximale Kontrolle, sondern darum, mit einer gewissen Offenheit eine visuelle Geschichte zu erzählen, die einen narrativen Bogen mit einem einheitlichen Stil spannt. Es ist ein wenig wie in der Malerei, absolut realistische Werke hat es gegeben, sie waren immer zeitlich sehr aufwendig – und sie sind im Filmbereich mit CGI vergleichbar. Hingegen steht KI-Film eher für einen virtuosen Stil – und der lebt eben auch von leichten Unperfektionen.

Anders gesagt: KI arbeitet probabilistisch. Sie liefert Varianten und niemals Perfektionen und somit keine Garantien. Wer absolute Kontrolle erwartet, bewegt sich schnell in Richtung klassischer CGI – allerdings mit deutlich höherem Aufwand. Und wer das wirklich will, sollte seinem Budget ein paar Nullen hinzufügen und sich direkt an Spezialisten wie BUF Compagnie oder MPC Paris wenden. Ja, die sitzen tatsächlich in Paris – und die gehören seit Jahren zur internationalen Spitze.

Regel 4: Referenzen sind Richtungen, keine Zusagen

In sozialen Medien sieht man Ergebnisse – aber nicht die entsprechend zugrunde liegenden Versuche davor. Jedoch ist ein beeindruckender KI-Clip zumeist das Resultat zahlreicher Anläufe und Versionen, die nie veröffentlicht wurden. Von Details, die fast funktionierten – aber eben nur fast. Klar sind Referenzen wertvoll. Sie zeigen, was denkbar ist, aber sie sind keine absolute Garantie für Wiederholbarkeit.

So treffen Sie früh die richtigen Entscheidungen: Fragen Sie nicht nur „Geht das?“, sondern „Ist das in diesem Rahmen sinnvoll umsetzbar?“ Wie schon zuvor einmal erwähnt: Die richtige Entscheidung fällt nicht am Ende, wenn das Material bereits produziert ist. Sie fällt am Anfang – bei der realistischen Einschätzung des Weges.

Das Drehbuch für KI-Filme sollte deshalb schon zu Beginn definieren, welche Figuren dauerhaft sichtbar sind – und welche nur einmalig auftreten. Damit lassen sich KI-Filme richtig einsetzen, ohne dass Stil und Erzählfluss darunter leiden.

Regel 5: Endlosschleifen vermeiden

Korrekturrunden bei KI-Videos sind notwendig. Aber sie brauchen Struktur. Für Auftraggeber sind sie Feedbackschleifen, oftmals salopp hingetippt (erkennbar an schlechter Rechtschreibung). Da schaut sich also jemand die KI-Film-Version V1 an, mäkelt an den Haaren der Dame rum und daran, dass sie bei Sekunde 0:55 keine blendend weißen Zähne hat. Das sind nur zwei Korrekturen, aber sie können unter Umständen einen ganzen Tag Arbeit zunichtemachen. Das sind dann acht Arbeitsstunden – und damit ein nicht geringer Teil des Gesamtbudgets des KI-Films.

Definieren Sie, was kritisiert werden darf und was nicht. Eventuell legen Sie fest, wie viele Korrekturen eine Korrekturrunde überhaupt beinhalten darf. Das klingt komisch? Spätestens, wenn die Streitereien losgehen, werden Sie verstehen, dass das keine dumme Idee gewesen wäre. Faustformel: Für jede Korrekturrunde pro Filmminute max. 1 Korrektur. Und auch für den Auftraggeber ist dieses Modell interessant, denn damit lässt sich der Angebotspreis niedrig halten.

Regel 6: Korrekturrunden bei KI-Videos & Storyboard für den KI-Film

 

In Sachen KI-Film richtig planen klingt ein Storyboard nach zusätzlicher Arbeit – aber es zahlt sich aus und führt harmonischer durch den Prozess. Man schaue nur einmal einen Dokumentarfilm über die Produktion von Herr der Ringe: Es ist faszinierend, mit welcher Akribie die Szenen in den entsprechenden Storyboards vorausgeplant wurden.

Die Empfehlung lautet für eine gelungene KI-Produktion: zuerst Konzept, Drehbuch, dann Storyboard und darauf der Beginn der finalen Umsetzung. Erst einmal klingt das nach mehr Arbeit, aber am Ende reduziert es die Korrekturrunden – weil im Storyboard frühzeitig und mit deutlich weniger Aufwand stilistisch und konzeptionell wichtige Fehler und Missverständnisse ausgeräumt werden.

Und jetzt? KI-Film beauftragen!

Bei all diesen Regeln könnte man vielleicht doch noch meinen, KI-Filme seien komplizierter als klassische Film-Produktionen. Das Gegenteil ist der Fall: Bei der Produktion eines KI-Films muss man nicht auf Sonnenschein am Markusplatz warten, und ebenfalls muss sich kein Stuntman mehr die Knochen brechen.

Die Bilder werden immer stärker, die Ästhetik sowieso immer freier. Klingt werblich, aber warum nicht: Wer heute erklären, vermarkten oder Aufmerksamkeit erzeugen möchte, kommt an KI-Filmen kaum noch vorbei – und mit der richtigen Strategie, also wenn Sie den KI-Film richtig planen, ein Storyboard für den KI-Film entwickeln, dann könnte daraus ein wahres Meisterwerk werden.