Winter, Dämonen und das Himmlische

Shakespeare wusste, dass der Winter eine eigene Erzählstimmung hervorbringt. In The Winter’s Tale sagt Mamillius: „A sad tale’s best for winter. I have one / Of sprites and goblins.“ Der Winter wird darin zum Schauplatz, an dem das Vertraute eine fremde, beinahe übernatürliche Seite zeigt. In Hamlet bleibt eine Erscheinung in der Schwebe: Sie könnte ein heilsamer Geist oder ein verdammter Kobold sein. Diese Unsicherheit passt auch zu diesem Bild: Der Nebel lässt eine Gestalt sichtbar werden und hält zugleich offen, was in ihr liegt.

Das Bild ist in einer Shakespeare’schen Stimmung entstanden. Wer genau hinsieht, kann darin etwas Himmlisches entdecken: eine stille Gegenwart, vielleicht sogar einen Hauch von Trost. Ob man diese Gegenwart himmlisch deutet, bleibt dem eigenen Blick überlassen. Während draußen die Kriege mitsamt ihren Dämonen toben, liegt in dem Bild auch Hoffnung – leise, aber sichtbar.