Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter
 

Bernard-Henry Lévy über Corona und Wahnsinn

Der bekannte Journalist sprach in der Sendung „It Happened Tomorrow“ von Europe 1 beim Thema Corona von „Mechanismen des Wahnsinns“.

Damit meinte Bernard-Henry Lévy vor allem das blinde Vertrauen in sogenannte „Sachkundige“. Aber er ging noch weiter und sprach von einem „Missbrauch der Autorität“ und dass „Wissenschaftler wussten, dass sie nichts wussten“. Ähnliche Zuspitzungen der Diskussion kennt man auch in Deutschland und anderen Ländern, jedoch halt nicht so dramatisch scharfe. Wiederum ist Lévy für seine pointierten Aussagen berühmt und berüchtigt. Bernard-Henry Lévy, in Frankreich zumeist einfach nur „BHL“ genannt kritisierte jedoch nicht alle Handlungen der Exekutive sowie der Ärzte. In manchen Details einsichtiger, erläutert er schließlich, dass es natürlich notwendig war, „angesichts der Pandemie Maßnahmen zu ergreifen …“. Daneben habe die Führung weitestgehend das Richtige getan“, ergänzt der Schriftsteller dann doch noch erstaunlich milde.

 

Ce virus qui rend fou: Das neue Buch von Bernard-Henry Lévy –
als Anklage gegen einen Virus

Daneben, und dies erklärt dann auch den verbalen Rundumschlag, stellte er in der Sendung sein neues Buch vor. Dieses hat den einfachen wie auch einprägsamen Titel: „Ce virus qui rend fou“. Zu deutsch: „Der Virus, der uns verrückt macht“. Interessant ist hierbei die Stoßrichtung des Werks, welches ja bereits der Titel ausdrückt. Denn wir Menschen werden möglicherweise verrückt, aber eben nur weil da diese Erde mitsamt ihren Viren ist. Wenn man so will, dann ist dieser Ansatz eine ganz eigene und sehr stolze Position im Versuch der Deutung einer weltweiten Pandemie.

Genauer gesagt, bezeichnet Levy die Pandemie als eine Angelegenheit, die etwas Verrücktes an sich hat. Denn die „Solidarität“ der Europäer schließt zum Beispiel jene Menschen in Bangladesch nicht mit ein. Diese gefühllose Haltung legt nahe, schreibt er in diesem provokanten und dann doch wieder recht kleinen Buch, , dass jenes Geschwätz gegenüber der globalen Solidarität nur aus „Emissionen von Gasen der Güte besteht, welche wiederum vorgeben, den Planeten mit einem Heiligenschein aus Opfer und Ablehnung zu krönen“.Das ist schön formuliert und es folgen in anderen Medien weitere interessante Vergleiche.

Zum Beispiel erschreckt Lévy, dass die Erwähnung von Migranten aus der Berichterstattung regelrecht verschwindet genauso wie die globale Erwärmung oder die Entwaldung im Amazonasgebiet. „Das Coronavirus hatte diese Tugend: uns vor uninteressanten, unwichtigen Informationen zu bewahren“, schreibt er ironisch, „und uns von der Last zu entlasten, den Wechselfällen der Geschichte zu folgen, die gnädigerweise in den Winterschlaf gegangen sind.“

 

Lévy und das Verrückte unserer Zeit

Aber Lévy reicht ein Buch nicht aus, um Frankreich und der Welt den Spiegel vorzuhalten. So unterstellt er an anderer Stelle den Staats- und Regierungschefs dieser Welt, dass diese in einen Zustand des „psychotischen Deliriums“ geraten sind. Insofern haben diese schlichtweg Angst, einmal in eine Art „Corona Nürnberg“ gerufen zu werden. Dies weil sie es dann nicht geschafft haben, die Krankheit zu besiegen. Nun ja, die Interpretation solcher drastischen Vergleiche fällt nicht sonderlich schwer: Der berühmte Vordenker will uns aufzeigen, dass wir vor lauter Angst vom Ungewissen, das Leben und seine anderen Probleme schlichtweg vergessen.

 

Und Lévy provoziert  rhetorisch gerne weiter

So sagt er auf seiner eigenen Internetseite über die Ärzteschafft: „Ärzte besitzen nicht immer mehr Informationen als wir, und das blinde Vertrauen, das wir ihnen entgegenbringen, ist etwas Absurdes.“ Darüber hinaus verurteilt er solche, die meinem im Virus eine Bedeutung oder sogar höhere Bedeutung gefunden zu haben. Diese erinnert er schon jetzt daran, dass man eines Tages etwas gegen das Viruzs gefunden haben wird. Und dann wird man deren Kreischen auch schon vergessen haben. „Hoffentlich!“ fügt er dem noch selbstbewusst an.

 

 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Bernard-Henri Lévy

Lévy ist ein französischer Journalist. Vor allem veröffentlicht er über das Wochenmagazin Le Point. Daneben ist er einer der Direktoren des Verlagshauses Éditions Grasset sowie Anteilseigner der Tageszeitung Libération. Lévy fordert von den Europäern mehr Patriotismus und verweist hierbei auf die USA. Außerdem kritisiert er scharf den Multikulturalismus in Europa und gehört zu den Unterzeichnern des „Manifestes der 12“ gegen den Islamismus als neue totalitäre Bedrohung. Bernard-Henri Lévy ist in dritter Ehe mit der Schauspielerin und Sängerin Arielle Dombasle verheiratet.

Link:
https://www.facebook.com/BHLofficiel/ 

 

 

 

 

Share Post