Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter
 

Für Eckhart Tolle ist Corona eine tiefe Belehrung und zugleich Meditation der Achtsamkeit

Corona? Ja, die Pandemie schult letztlich die Achtsamkeit beziehungsweise Awareness. Vor allem ist diese für den spirituellen Lehrer Eckhart Tolle eine besondere Lektion und Meditation. Er gibt dazu dann auch die entsprechenden Anweisungen wie auch intelektuellen Hinweise.

 

Eckhart Tolle verweist als spiritueller Lehrer darauf, dass sich viele Menschen vor der Krise rund um Corona ängstigen. Er erläutert als Hilfe die sogenannte Meditation der Achtsamkeit. Zuerst einmal beginnt er aber den Umstand zu hinterfragen, dass halt viele das aktuelle Geschehen als negativ, schlecht oder böse bewerten. Er verweist dabei auf Shakespeare, von dem das Zitat stammt: „Nothing is ever good or bad, but thinking made it so.”

 

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Ein geistiges Experiment – für die Zeit von Corona

Tolle erläutert, dass sich viele unglücklich machen, indem sie nicht bemerken, dass der Geist jeglicher Situation etwas hinzufügt. „Wir kommentieren und bewerten ständig. Aber das, was passiert, ist erst einmal das, was passiert.“ Es geht also seiner Meinung nach darum, etwas weder als gut noch schlecht zu interpretieren. Schlussendlich soll also der „Moment an sich“ wahrgenommen werden.

 

“Selbst wenn du nicht erkrankst oder dich mit dem Virus infizierst,
die Angst wird dich verzehren, so wie sie momentan Millionen von Menschen verzehrt. Aber warum hast du Angst, oder was ist Angst? Die Angst ist eine gewisse Gedankenform. Du projizierst dich in irgendeinen zukünftigen Moment…”

Eckhart Tolle

Achtsamkeit?
Eigentlich eine übliche Meditation

Das zuvor geschilderte ist, so betont Tolle, eigentlich nichts weiter als die übliche und am meisten verbreitete Meditationspraxis: „Man atmet. Man nimmt wahr.“ Zudem stellt sich auch etwas Bemerkenswertes ein: Erleichterung breitet sich aus. Zum Beispiel darüber, dass die Schultern leichter werden, weil sich die vorherige Gedankenschwere auflöst.

Bild mit Meerlandschaft und Gasballon

 

Kein gestern. Kein Morgen.
Nur der Moment als Meditation zur sogenannten Achtsamkeit

Da ist also eine andere Wahrnehmung, eine andere Achtsamkeit oder Gegenwart. Und dies nur, weil die sonst übliche Erzählung im Geist weggelassen wird. Man erlebt dies zunehmend als einen einzigen Moment.  Tolle betont denn auch, dass dieser Moment immer „jetzt“ ist und somit gestern und morgen umschlossen werden. Alles, was passiert, das passiert jetzt. Selbst wenn die vermeintliche Zukunft schließlich kommt, dann geschieht eben dies auch in diesem „Jetzt“.  Er betont, dass in diesem Moment des Jetzt, das Empfinden weit tiefer als Glück ist. Letztlich beschreibt er damit das, was die klassische Meditation der Achtsamkeit oder Awareness kennzeichnet.

 

Was das alles nach Eckhart Tolle mit der Pandemie zu tun hat

Nach Eckhart Tolle haben die meisten Menschen solche Momente des „Jetzt“ bereits kennengelernt. Dies geschah zum Beispiel während einer körperlichen Betätigung wie Bergwandern. Hingegen deutet er an, dass die derzeitige Corona-Krise eigentlich ein herausforderndes Training ist, um sich der beschriebenen Methodik der Meditation zu widmen. Er unterstreicht diesen Gedanken mit dem Hinweis, dass die Welt nicht dazu da ist, „… uns glücklich zu machen“. Stattdessen hat sie den Sinn, die Menschen aufwachen zu lassen. Und dies macht die Welt, indem sie uns verändert. Was bleibt noch zu sagen? Dies alles geschieht nicht im Gestern, nicht im Morgen, sondern im Jetzt!



Eckhart Tolle und die tieferen Ursachen von Covid-19 bzw. Corona
– anhand eines Beispiels aus der Bibel

Eckhart Tolle bespricht eine Parabel von Jesus aus der Bibel hinsichtlich der Pandemie. Er erläutert, dass private Krisen wie auch kollektive dazu da sind, uns an unsere tiefen Ängste zu führen. Der Grund ist klar, wir sollen diese auflösen.

 

Buch alt, im Dunkeln, Bibel

Besagte Parabel aus der Bibel erklärt, dass viele Menschen ihr Haus nicht auf festen Stein bauen, sondern auf Sand. Hierbei ist mit dem Haus, das Leben selbst gemeint. Kommt es zu Stürmen, dann brechen jene auf Sand gebauten Häuser in sich zusammen. Wiederum ist mit dem Fundament auf festen Stein das Vertrauen in das eigene Dasein im Moment der Gegenwart gemeint. Ist dieses vorhanden, verschwindet jegliche Angst.

Die Interpretation von Eckhart Tolle klingt auf den ersten Moment einfach, ist aber letztlich eine ultimative – denn hier werden Begriffe wie die Essenz der eigenen Seele erklärt und was dies wiederum mit einem weltlichen Leben zu tun hat.



Eckhart Tolle spricht über …
eine Krankheit mit epidemischem Ausmaß

Das Ego ist pathologisch, egal welche Form es annimmt. Das sagt Eckhart Tolle und verweist darauf, dass das Wort im Griechischen von Pathos abgeleitet wird, was so viel wie „Leiden“ bedeutet.

 

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Ebenfalls hat vor weit über 2.000 Jahren der Buddha eben dieses Leiden als das entscheidende Seinsmerkmal des Menschseins erkannt – so führt Eckhart Tolle aus. Er gibt zudem zu bedenken, dass nahezu alles, was unser Ego an der eigenen Umwelt kritisiert, etwa das kalte Wetter, nicht an sich schlecht (oder gut) ist.



Über den Sinn des Endes –
der Ego-Gesellschaft

Das mitunter verstörend Schöne an Eckhart Tolle ist seine gleichbleibende Stimme, die ähnlich nachdenklich einen Witz erzählen wie auch das Ende der Welt verkünden kann. So ist es in diesem Beitrag, wobei es hier um unseren eigenen Untergang geht.

 

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So, der Schreck bei diesem Corona-Thema mag jetzt tief sitzen, aber es geht wirklich um das Ende einer langen Entwicklung. Andererseits verweist Tolle nur darauf, dass es sich hierbei um das Ende unseres bisherigen Egos handelt. Und dieser Umstand ist durch die Krise nun zwingend erforderlich geworden.

Nur um einen Trost dem Ego der Leser zu bieten, sei noch auf folgenden Sachverhalt hingewiesen: Wenn wir uns verändern, dann wird es weitergehen. Was aber genau dann weiterlebt, das wird anders sein. Das ist so ähnlich wie mit den Fischen, die irgendwann aus dem Meer krabbelten und deren Nachfahren wir Menschen sind.

An anderer Stelle sagte Tolle vor noch nicht so langer Zeit, dass es doch schrecklich wäre, wenn der Mensch jetzt in seiner Entwicklung vollkommen fertig wäre. Dieser unvollkommene Mensch würde so bleiben wie er ist, das wäre doch schrecklich – wiederholte er. Das Ganze verursachte zumindest beim Publikum ein lautes Lachen.

 

 



Zuhause in mir selbst –
eine spirituelle Übung

Während des Vortrags „Zuhause in mir selbst“ leitet Eckhart Tolle (im Jahr 2019) eine spirituelle Übung an.

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Grundlegende These der Übung beziehungsweise Meditation: In der Regel identifiziert sich der Mensch mit seinen Gedanken. Dies führt zu einer unangenehmen Unfreiheit und eben darum geht es in der Übung: Die eigene Freiheit im fortwährenden Augenblick zu entdecken, um in einen „freien Einklang“ mit sich selbst wie auch der eigenen Gegenwart zu gelangen. Tolle bietet dazu die Beobachtung des Atems an und erklärt dies umfassend.



Eckhart Tolle

Eckhart Tolle (* 16. Februar 1948 in Lünen) ist ein spiritueller Lehrer. Er wuchs in Deutschland auf, verbrachte aber seine Jugend ab dem 13. Lebensjahr bei seinem Vater in Spanien. Er gibt an, im Alter von 29 Jahren ein spirituelles Erwachen erlebt zu haben, weshalb er von da an sich zum spirituellen Lehrer berufen fühlte.

Auch wenn er keiner religiösen Tradition verpflichtet ist, kommen seine methodischen Unterweisungen jenen nah, die im Advaita Vedanta, im Daoismus wie auch Zen-Buddhismus verwendet werden. Es kommt aber auch vor, dass er aus der Bibel Parabeln von Jesus interpretiert.

Eckhart Tolle selbst verweist zudem selbst darauf, verschiedene Lehrer aufgesucht zu haben. Anfangs war das der buddhistische Abt Ajahn Sumedho. Zudem habe er einige Zeit bei Barry Long verbracht. Eine besondere Bedeutung hätten die Lehrer Krishnamurti und Ramana Maharshi für ihn gehabt. Tolle gibt an, er fühle, dass die Arbeit, die er tue, ein Zusammenkommen des „Lehrstromes“ von Krishnamurti und Ramana Maharshi sei.

 

Mehr Achtsamkeit – oder:
Das geistiges Erwachen des Eckhart Tolle

In diesem Video spricht Eckhart Tolle über sein eigenes „geistiges Erwachen”.

 

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Interessanterweise geschah der entscheidende Moment dazu, als er zutiefst unzufrieden war – und eher dunkle depressive Gedanken ihn heimsuchten.

 



Interview mit Gay Byrne:
Über das nicht Erreichen von Gegenwart und Zufriedenheit

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Nach Tolle schieben die meisten Menschen das Glück stets ein paar Momente in die Zukunft hinein. Derart kommen sie nie zur Ruhe und sind ständig auf der Suche nach dem einen erfüllenden Augenblick.



Interview mit Gay Byrne:
Eckhart Tolle über die eigene schwere Kindheit

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Der Vater von Eckhart Tolle war gewalttätig und zudem Choleriker. Tolle beschreibt es wie das Zusammenleben mit einer Bombe, die jeden Moment explodieren kann.

 

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Buchempfehlungen
zu Eckhart Tolle

 



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