Informationen und Impulse für das Corona-Zeitalter
 

Eine Art Strategie für den Umgang mit Corona von Papst Franziskus

Ein in der spanischen Zeitschrift „Vida Nueva“ veröffentlichter Artikel von Papst Franziskus thematisiert die Corona Krise und gibt hierzu konkrete Empfehlungen seitens der katholischen Kirche.

 

Jedoch handelt es sich in dem besagten Artikel von Kirchenoberhaupt Papst Franziskus nicht um eine mit „Virologen abgestimmte Exit-Strategie“. So unterstreicht es die offizielle Website des Vatikans zumindest. Stattdessen geht der Papst die Sache recht menschlich an. Es verweist das Oberhaupt der katholischen Kirche in diesem Zusammenhang auch direkt auf den auferstandenen Jesus. Denn dieser erklärte Frauen, welche sein Grab besuchten, dass sie sich freuen sollen, denn nicht weniger als die Frauen an sich und mit ihnen die ganze Menschheit würden eben da zu einem neuen Leben auferweckt. Eine Szene mit einem tieferen Sinn, welche Papst Franziskus durchaus gerne wählt. Dies gilt dann erst recht in Zeiten von Corona. Weiterhin weist das kirchliche Oberhaupt laut Viticannews darauf hin, dass Menschen nicht alleine sind, sondern der Herrgott stets auf deren Weg vorausgeht, um für sie Steine beiseite zu räumen.

 

Spezifische Anweisungen zum Umgang mit der Corona-Krise

Vor allem unterstreicht das katholische Oberhaupt, dass sich aus der Krise etwas lernen lasse, nämlich „dass keiner alleine rettet“. Daneben verlange es der Ernst der Stunde, dass klare Konsequenzen gezogen würden. Hierzu ist eine neue Vorstellungskraft vonnöten, um eine nachhaltige Entwicklung der ganzen Menschheitsfamilie zu verwirklichen. Praktischer werdend, empfiehlt er, dass jeder als Handwerker und Protagonist einer für alle geltenden Geschichte agieren sollte.

 

Papst Franziskus dankt Seeleuten und Fischern

Mitte Juni 2020 hat der Papst Franziskus den Schiffsbediensteten und Fischern weltweit für ihre Arbeit in der Corona-Krise gedankt. Er betonte, dass er mit den Menschen auf den Meeren der Welt in Gedanken wie auch Gebet verbunden sei. Er legte dar, dass er um die entbehrungsreiche Zeit wisse, welche die Seeleute in den vergangenen Wochen und Monaten erlebt hätten und bezeichnete dies insgesamt als eine „schwere Last“.

 

Corona Krise ein Zeichen für mehr Umweltbewusstsein

Ende Juni 2o2o sprach sich Papst Franziskus für mehr Umweltbewusstsein aus. Denn die Abriegelung habe gezeigt, dass nicht nur die Schönheit der Orte gestiegen ist, sondern zugleich die Umweltverschmutzung sich eindeutig verringert hat. Hierbei spricht er sich für eine „Pflege unserer gemeinsamen Heimat“ aus.

 

Der Papst für die Umsetzung der Corona-Resolution und humanitäre Hilfe

Anfang Juli 2020 hat sich Papst Franziskus bei seinem sonntäglichen Mittagsgebet auf dem Petersplatz mit Nachdruck hinter die Corona-Resolution des UN-Sicherheitsrats gestellt. Er erklärte, dass die dort geforderte weltweite Waffenruhe zur Ermöglichung humanitärer Hilfe „wirksam und umgehend umgesetzt werden“ müsse. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte kurz zuvor besagte Resolution verabschiedet. Diese fordert aufgrund der Corona-Pandemie vor allem eine globale Einstellung von Kampfhandlungen und eine auf mindestens 90 Tage ausgelegte „humanitäre Pause“ zur Auslieferung von Hilfsgütern.

Papst Franziskus unterstrich seine Forderung zudem mit einem Verweis auf Jesus selbst. Dieser habe eine Vorliebe für die „Mühseligen und Beladenen“. Der Papst verweist in diesem Sinne auf die Schieflage unserer Welt – denn in dieser werden die Reichen und Mächtigen verherrlicht, während die Armen täglich mit Füßen getreten werden.

 

Geschwätz – schlimmer als Corona

Sinnloses Geschwätz kann laut Paust Franziskus weit schlimmer als Corona sein. Im Zeitraum des Angelus-Gebets warb das Oberhaupt der katholischen Kirche für einen besseren Umgang mit Verfehlungen. Denn in der christlichen Gemeinschaft ist seines Erachtens nicht üble Nachrede als positiv anzusehen, sondern sondern Hingabe, Vergebung und Barmherzigkeit. Die Zuspitzung anhand eines Vergleichs mit Corona wurde daher von ihm bewusst gewählt.

 


Papst Franziskus

Papst Franziskus bürgerlicher Name lautet Jorge Mario Bergoglio und er kam am 17. Dezember 1936 in Buenos Aires zur Welt. Bergoglio ist seit 1958 Jesuit und wurde 1969 Priester. 1998 wurde er zum Erzbischof von Buenos Aires ernannt und 2001 zum Kardinal. Seit dem März 2013 ist er das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in Rom und damit zugleich Souverän des Vatikanstaats. Er ist der erste Papst, der dem Orden der Jesuiten angehört.

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