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Neale Donald Walsch? Spricht mit Gott. Und jetzt über die Corona Pandemie

Neale Donald Walsch? Das ist der, der mit Gott spricht. Daneben kann er zu der New-Thought Bewegung gezählt werden. Um nun aber ganz irdisch zur Sache zu kommen: Nein, im Nachfolgenden gibt es keine gechannelte Botschaft Gottes bezüglich der Corona Pandemie. Oder vielleicht doch im Verborgenen?

 

Mancher mag sich noch an „Vadder Abraham“ erinnern, auf jeden Fall erinnert wiederum dieser Neale Donald Walsch an den berühmten Vater der Schlümpfe mit dem komischen holländischen Akzent. Holland hin oder her, allgemein bezieht sich der Name Abraham auf die gleichnamige biblische Figur (Buch Genesis bzw. Bereschit (Gen 12–25)). Dieser ursprüngliche Abraham gehörte mit Sohn Isaak sowie Enkel Jakob zu den sogenannten Erzvätern, aus denen die Zwölf Stämme der Israeliten hervorgingen.

Nun wechseln wir auch schon den Kontinent und kommen zur Sache: Ob nun Zufall oder nicht, der US-Amerikaner Walsch ist in den Staaten fast so bekannt wie die Bibel selbst, denn er hat die umfassende Buchreihe „Gespräche mit Gott“ niedergeschrieben, welche sich dort zum Bestseller entwickelte.

Somit ist Neale Donald Walsch eine Art Medium und da sich diesbezüglich der kritische Leser fragt, ob man „so einem“ trauen kann, lautet die Antwort: Dieser Neale Donald Walsch kommt klug, authentisch und sympathisch rüber. Daneben behauptet er nicht ein Guru, Messias oder sonst etwas zu sein. Stattdessen verweist er vor laufender Kamera immer wieder auf seine eigenen allzu menschlichen Schwächen.

 

Freiheitsstatue, New York 

Corona – oder was würde Gott dazu sagen?

Die Frage behandelt mehr oder weniger dieses Video. Aber erst einmal geht es um andere Fragen: Was passiert jetzt? Was hilft am besten? Walsch stellt hierzu klar, dass seine Gespräche mit Gott nichts anderes besagen, als dass alle Lebewesen auf dieser Erde kooperieren. Philosophisch und selbst biologisch gesehen, kreieren diese ihre eigene Realität. „Das nennt man auch kollektive Erfahrung“, so der Bestseller-Autor.

 

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Walsch sinniert über all die zurückliegenden schrecklichen Kriege und die damit verbundene Frage, warum wir Menschen zusammenkommen und diese Erfahrungen gemeinsam erleben (müssen). Die Antwort? Unsere kollektive Erfahrung dient zugleich unserer kollektiven Agenda – und diese ist eigentlich erstaunlich: Das Ziel eines jeden Lebens ist es, sich selbst auszudrücken. Was uns alle wiederum vereint ist die größere Sache – also die Erde, das Universum und so weiter. Um nun zum Menschen, die Gegenwart und die Corona-Pandemie zurück zu kommen: „Die Menschheit rückt zusammen.“ Letzteres sagt Walsch und das ist ihm auch ein gewichtiges Anliegen.

Daneben ist die Pandemie in der Erdgeschichte nach Walsch ein rares oder fast schon einzigartiges Ereignis – denn es betrifft alle Länder, Kulturen und Menschen. Den „göttlichen Sinn“ hinter dieser Aussage erklärt er dann mit einem Zitat des amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln. Der aufmerksame Leser wird nun schmunzeln, ja, schon wieder ein Abraham.

„Wir sind keine Feinde, sondern Freunde. Wir dürfen keine Feinde sein. Auch wenn die Geduld angespannt sein mag, darf dies nicht unsere Bänder der Zuneigung lösen. Die geheimnisvollen Akkorde der Erinnerung werden, wenn wieder berührt, anschwellen – sicher werden sie das, von den besseren Engeln unserer Natur.
Abraham Lincoln

 

Neale Donald Walsch und unser fataler Trennungsglaube

Für Neale Donald Walsch ist es das große Missverständnis unserer Zeit, sich als getrennt von anderen und der eigenen Umgebung zu sehen oder erleben. Walsch nennt dies eine „Trennungs-Theologie“ – die uns glauben lässt, die eigene Psyche als getrennt von jeder anderen zu erleben.

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Parallel zur Trennungs-Soziologie entsteht sozusagen eine Trennungs-Pathologie, was dann auch die Erklärung ist, warum es all diese politischen Parteien, Nationalitäten und so weiter gibt. Walsch folgert, dass wir eine neue Idee benötigen – und verweist auf die New-Thought Bewegung. In deren Zentrum steht das Bestreben oder der Gedanke, das Einssein mit allem zu erkennen. Dies aufnehmend gelangt Walsch zu einem bemerkenswerten Schluss: „… ich wage zu behaupten, dass ich eins mit Gott bin. Ich bin mit dem Göttlichen vereint.“

„Wenn alle das verstehen und sich als Teil des Göttlichen betrachten würden, würde sich die Welt über Nacht in einen besseren Ort verwandeln. Die wesentliche Frage lautet nicht, zu wem Gott spricht. Sie lautet: Wer hört zu?“
Neale Donald Walsch

Um diesen Gedanken zu verdeutlichen wählt er ein Bild aus der Natur und verweist auf die Wellen des Ozeans. Diese sind Teil es eines Gesamten und zugleich Ausdruck von diesem wie auch sich selbst.

 


 

Die New-Thought Bewegung

New Thought? Das ist zuerst einmal nicht mehr ganz so neu wie es sich anhört. Darüber hinaus handelt es sich hierbei weder um eine einheitliche Philosophie noch eine homogene Bewegung.

San Francisco-USA

New-Thought selbst entstand im 19. Jahrhundert und ist durchaus mitgeprägt vom damals vorherrschenden Fortschrittsglauben. Die eindeutigen Zeichen einer modernen äußeren Entwicklung wurden sozusagen auf die innere Ebene umgedeutet. Rein praktisch geht man davon aus, dass sich mittels Geistesschulung die eigenen Gedankenmuster in eine positive Richtung verändern lassen. Damit können zudem Krankheiten geheilt und insgesamt Gutes bewirkt werden. Daher wird sich die Welt auf positive Weise weiter entwickeln und hinter allem steht als wichtigstes Prinzip die Liebe.

Darüber hinaus befindet sich das Göttliche in jedem Menschen (oder jedem Lebewesen). Außerdem wird der Mensch als ein spirituelles Wesen angesehen. Wir haben es hier also nicht mit Materialisten zu tun. Abschließend noch zwei Sachverhalte: Neale Donald Walsch kann zu dieser Bewegung gezählt werden. Und zweitens: New-Thought weist viele Gemeinsamkeiten mit indischen Systemen wie dem Vedanta auf.


Neale Donald Walsch

Neale Donald Walsch (*1943, Milwaukee) ist ein US-amerikanischer Autor. Walsch wuchs in einer katholischen Familie auf und beschäftigte sich mit der Bibel wie auch dem indischen Rigveda. Er arbeitete als Journalist und gründete eine sehr erfolgreiche Werbe- und Marketingfirma. Nach mehreren plötzlichen Schicksalsschlägen lebte er für eine längere Zeit als Obdachloser. In dieser Zeit verfasste er einen wütenden Brief an Gott, der ihm darauf antwortete. Über die Form des automatischen Schreibens entstand derart unter anderem die berühmte Bestseller-Trilogie „Gespräche mit Gott“. Heute ist Kernthema von Walsch die Grundlegung einer neuen Spiritualität, damit das „Experiment Mensch“ nicht vorschnell zu Ende geht.

 

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